Mit einem Kugelschreiber wird auf einem Stimmzettel ein Kreuz gemacht.
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Am 6. Juni machen die Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt ihr Kreuz: Bei der Landtagswahl können je zwei Stimmen abgegeben werden.

Zwei Stimmen am 6. Juni

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021: Darauf müssen Wahlberechtigte beim Stimmzettel achten

  • Marcus Giebel
    vonMarcus Giebel
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Als drittes Landesparlament wird 2021 der Landtag in Sachsen-Anhalt neu aufgestellt. Die Wahlberechtigten haben zwei Stimmen. Hier erklären wir Ihnen, was Sie über den Stimmzettel wissen müssen.

Magdeburg - Bevor das Superwahljahr mit der Bundestagswahl 2021 im Spätsommer so richtig an Fahrt aufnimmt, werden die Menschen in Sachsen-Anhalt an die Urnen gebeten. Am 6. Juni 2021 sind rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen ihre Stimmen abzugeben. Wie etwa von der Bundestagswahl gewohnt, stehen jeder Person zwei Stimmen zu.

Entsprechend erinnert der Stimmzettel auch an den bei der bundesweiten Wahl. Auch in Sachsen-Anhalt gibt es Erststimme und Zweitstimme. Ganz grundsätzlich wird auf der Seite der Landeswahlleiterin erklärt: „Der Stimmzettel besteht aus weißem oder weißlichem undurchsichtigen Papier der Mindestgröße DIN A 4. Die Reihenfolge der Bewerber und der Landeswahlvorschläge ergibt sich aus den sogenannten Wahlvorschlagsnummern.“

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Stimmzettel verfügt über zwei Spalten für zwei Stimmen

Bei der Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt, wenn über die Nachfolge des Kabinetts Haseloff II um den CDU-Ministerpräsidenten Reiner Haseloff abgestimmt, wird gibt es 41 Wahlkreise - zwei weniger als fünf Jahre zuvor. In der linken Spalte auf dem Stimmzettel sind die Kandidaten des jeweiligen Wahlkreises aufgelistet. Mit der Erststimme bestimmen die Wahlberechtigten, welchen der angegeben Politiker sie direkt in den Landtag wählen wollen.

Die rechte Spalte auf dem Blatt listet dann die landesweit antretenden Parteien auf. Unter anderem also die in der auslaufenden Wahlperiode im Landtag vertretenen CDU, AfD, Die Linke, SPD und Die Grünen. Hier machen die Wahlberechtigten also ihr Kreuz für eine Partei.

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Stimmzettel listet Parteien auf: Zweitstimme entscheidet über „endgültige Verteilung der Landtagsmandate“

„Mit der Zweitstimme wählt der Wähler die Partei, die nach seiner Meinung die eigenen Interessen und Vorstellungen im Landtag am Besten vertritt. Mit dieser Stimme wird die endgültige Verteilung der Landtagsmandate entsprechend dem erzielten Stimmenverhältnis der beteiligten Parteien festgelegt“, heißt es hierzu von der Landeswahlleitung.

Nicht ganz unerheblich ist natürlich die Postionierung des oder der zu Wählenden auf dem Stimmzettel. Daher werden auch hier klare Regeln festgelegt. Die Reihenfolge der Namen wird vom Wahlgesetz des Landes Sachsen-Anhalt vorgegeben.

Zwei Stimmen bei Landtagswahl: Erste Plätze auf Stimmzettel sind Parteien des Parlaments vorbehalten

So finden sich ganz oben „die Parteien, die aufgrund eines eigenen Wahlvorschlages im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten sind, nach der Zahl der Zweitstimmen, die diese Parteien bei der letzten Wahl zum Landtag erhalten haben“. Bedeutet also: Zuerst kommen die fünf Parteien des Landtags, geordnet nach der erreichten Kreuze über die Zweitstimme bei der Wahl 2016.

Darunter folgen „die Parteien, die im Bundestag durch einen aufgrund eines eigenen Wahlvorschlages im Land Sachsen-Anhalt gewählten Abgeordneten vertreten sind“. Das trifft auf die FDP zu. Weiter unten finden sich „die Bewerber und die Landeswahlvorschläge sonstiger Parteien in alphabetischer Reihenfolge der Parteibezeichnungen“.

Bei Einzelbewerbern entspricht die Reihenfolge dem Alphabet

Schließlich werden „die Einzelbewerber (ohne Partei) nach alphabetischer Reihenfolge der Familiennamen“ aufgelistet. Damit können sich auf dem Stimmzettel durchaus mehr als ein Dutzend Namen wiederfinden. Bei der Anordnung der per Erststimme zu Wählenden wird darauf geachtet, dass diese direkt neben der Partei aufgelistet sind, der sie angehören. Somit können in der linken Spalte des Stimmzettels durchaus Lücken entstehen.

Wichtig ist aber eben, dass jeder Wahlberechtigte nur jeweils eine Stimme vergeben darf. Natürlich ist es aber auch möglich, nur eine Erst- oder nur eine Zweitstimme abzugeben. Dabei ist nicht zwingend vorgegeben, dass die Stimmen per Kreuz kenntlich gemacht werden. Hauptsache, es lässt sich zweifelsfrei erkennen, auf wen oder welche Partei die Wahl gefallen ist.

Grundsätzlich gelten alle diese Regeln auch dann, wenn Wähler:innen per Briefwahl an der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt teilnehmen. Am Stimmzettel ändert sich nichts. Informationen zur Briefwahl finden sich auch auf der Wahlbenachrichtigung.

Stimmzettel kann schnell ungültig werden

Dementsprechend werden Stimmzettel für ungültig erklärt, wenn mehrere der zu Wählenden markiert wurden oder nicht eindeutig ersichtlich ist, wem die Stimme gilt. Die Wahlleitung weist zudem darauf hin, dass ein Abdruck des Stimmzettels aus der Zeitung oder einem Wahlplakat ebenso wenig gezählt wird wie ein Musterstimmzettel.

Auch durchgerissene oder durchgestrichene Stimmzettel gelten als nicht zulässig. Genauso wie nur auf der Rückseite gekennzeichnete oder solche mit irreführenden Markierungen. (mg)

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