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Der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx.

Appell zu den Wahlen am Sonntag

Kardinal Marx: "Christen dürfen nicht den Hass wählen"

München - Reinhard Kardinal Marx hat die Bürger eindringlich dazu aufgerufen, bei den Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt nicht für fremdenfeindliche Kandidaten zu stimmen.

„Ein Christ darf seine Stimme niemandem geben, der Hass verbreitet oder Rassismus predigt, der ausgrenzt und ein Freund-Feind-Schema propagiert“, sagte Marx im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zudem beklagte der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass der politische Streit "enthemmter" geworden sei.

Kritik an der Obergrenze

So hätten ihn beispielsweise Äußerungen im unionsinternen Streit um die Flüchtlingspolitik Angela Merkels "zumindest irritiert". "Mir wäre wirklich lieber, dass in einer solchen herausfordernden Situation die Regierung gemeinsam und im vertrauensvollen Miteinander agiert", kritisierte Marx. Außerdem suggeriere die von der CSU geforderte Obergrenze eine Lösung, "die so nicht zu finden" sei.

Marx kommentierte  zudem den Rücktritt des Pfarrers im oberbayerischen Zorneding. Dieser hatte sein Amt nach rassistischen Drohungen aufgegeben. „Seine Entscheidung muss ich als Bischof respektieren, obwohl ich den Rückzug bedauere", sagte Marx. Die Auseinandersetzungen in Zorneding seien "nicht gut gelaufen".

mb

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