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Käufer sollen künftig besser erkennen woher die Tierprodukte stammen. 

Landwirtschaftsministerium 

Schmidt will staatliches Tierwohl-Label ab 2017

Berlin - Verbraucher sollen bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs bald besser erkennen können, wie es bei der Produktion um das Tierwohl bestellt war. Schon ab 2017 soll es ein neues Label geben.

Anfang 2017 werde er ein staatliches Tierwohl-Label vorstellen, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Mittwoch. Er entspricht damit einer Forderung des Kompetenzkreises Tierwohl, der am Mittwoch seinen Abschlussbericht vorlegte.

Schmidt hatte das Gremium vor rund zwei Jahren einberufen, um mehr Tierschutz in der Massentierhaltung durchzusetzen. Der Kompetenzkreis, unter anderem mit Tierschützern, Landwirten und Wissenschaftlern, stellte nun seine abschließenden Empfehlungen vor. Darin heißt es, ein staatliches Tierschutzlabel sei sinnvoll, "um Verbrauchern Orientierung zu geben".

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßte die Idee. Er habe schon lange eine solche Kennzeichnung gefordert, erklärte der Verband. "Denn Verbraucher wollen mehr Transparenz beim Einkauf tierischer Produkte." Bisherige Selbstverpflichtungen der Hersteller in Sachen Tierschutz hätten kaum Wirkung gezeigt.

Der Kompetenzkreis fordert in seinem Abschlussbericht außerdem, dass Mitarbeiter in der Tierhaltung ohne einschlägige Berufsausbildung einen Sachkundenachweis erbringen müssen. Auch solle es mehr amtliche Kontrollen von Tiertransporten geben. Mitarbeiter von Tiertransportunternehmen sollten regelmäßig geschult werden. Das Gleiche fordert der Kompetenzkreis für alle, die an der Schlachtung von Tieren beteiligt sind.

Grundsätzlich positiv sieht das Gremium die Vielzahl von Initiativen in Bund und Ländern zum Tierschutz. Nötig sei aber eine "koordinierte und abgestimmte Vorgehensweise". Die verschiedenen Programme sollten in einem "Bund-Länder-Tierschutzplan" gebündelt werden.

AFP

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