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Der deutsche Republikaner Ralph Freund sorgte bei Markus Lanz für ungewollte Lacher.

Unfreiwillig komisch

Lanz-Talk: Republikaner bringt mit Trump-Plädoyer das Publikum zum Lachen

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Am Dienstagabend war Ralph Freund, ein Unterstützer Donald Trumps in Deutschland, bei Markus Lanz zu Gast. Er versuchte sich an einem beherzten Plädoyer für den US-Präsidenten - und löste damit unfreiwillig Heiterkeit aus.

Hamburg - Nach der ersten Auslandsreise des US-Präsidenten Donald Trump sehen sich viele internationale Politiker in der Annahme bestätigt, die sie schon vorher hatten: Die zukünftige Zusammenarbeit mit den USA wird durch den neuen Präsidenten durchaus erschwert. Kanzlerin Merkel äußerte sich bei ihrer„Bierzelt-Rede“ negativ über den Ausgang des G7-Gipfels. Die internationale Presse feiert sie dafür. 

In der Talkshow von Markus Lanz saß dagegen am Dienstagabend ein großer Befürworter Trumps: Ralph Freund, der Vizepräsident der "Republicans Overseas Germany“. Freund vertritt die Auffassung, dass „Trump der richtige Mann für diesen Job“ sei. Doch schon nach wenigen Minuten sorgte der Republikaner für ungewollte Heiterkeit unter den Gästen, als Markus Lanz ihm die Frage stellte, wie ein Unterstützer Trump es verstehe und bewerte, dass der Präsident sich ständig in Widersprüche verstricke.

Freunds Antwort: „Die Rhetorik Donald Trumps muss man lesen können. Man kann ihn nur dann verstehen und lesen, wenn man weiß, wer ihn gewählt hat.“ Das Publikum fand diese Aussage äußerst amüsant, viele lachten. Offenbar hatten die meisten Zuschauer ein klares Bild eines durchschnittlichen Trump-Wählers vor Augen. Freund allerdings ließ sich durch die plötzliche Unruhe nicht aus dem Konzept bringen und fuhr fort: „Das ist einfach der typische Reflex der europäischen Medien. Man muss fähig sein, die amerikanische Sprache zu lesen und zu verstehen.“ Hier greift Lanz erstmal ein - auf einen gemeinsamen Nenner kommen die beiden Herren jedoch nicht.

Busse: „Eine Hummel weiß auch, dass sie nicht fliegen kann und macht es trotzdem“

Trump bleibt aber das Gesprächsthema des Abends. Komiker Jochen Busse vertritt dabei eine eindeutige Anti-Trump-Haltung und schimpft: „Da macht sich jemand zu einem gefährlichen Menschen und stellt eine Bedrohung dar.“ Vor allem sei es Trump auch offenbar total egal, ob der Wähler ihm vertrauen könne oder nicht, so Busse, er merkt aber an: „Ich habe nicht Ihr (Freunds, Anm. d. Red.) Herrschaftswissen. Ich kann das auch nur aus meiner persönlichen Sicht bewerten.“

Als Lanz die Frage stellt, ob Busse denn der Meinung sei, dass Trump der Aufgabe als Präsident überhaupt gewachsen sei, vergleicht dieser den US-Präsidenten mit einer Hummel, „die aus aerodynamischen Gesichtspunkten eigentlich gar nicht fliegen kann. (...) Aber die Hummel weiß das nicht! Und fliegt trotzdem. Und so macht der das auch.“

Mit diesem Vergleich hatte Busse sowohl Lacher als auch Publikum auf seiner Seite. Auch Ralph Freund lachte herzlich mit. Und bewies damit definitiv mehr Kritikfähigkeit als der Präsident, den er zuvor noch glühend unterstützt hatte.

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