CDU-Chef sorgt für Welle der Empörung

Während Steinmeier über Flut-Opfer spricht, lacht Laschet im Hintergrund - Jetzt meldet er sich zu Wort

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    VonAnna-Katharina Ahnefeld
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Unwetter haben Erftstadt in Nordrhein-Westfalen schwer getroffen. Bundespräsident Steinmeier sicherte Hilfe zu. Doch Laschet sorgte für einen Eklat – und entschuldigt sich nun.

Update vom 17. Juli, 20 Uhr: Zu dem Lach-Vorfall im nordrhein-westfälischen Erftstadt hat sich nun auch Unions-Kanzlerkanzlerkandidat Laschet auf Twitter geäußert. „Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben“, schrieb der NRW-Ministerpräsident. „Umso mehr bedauere ich den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden ist. Dies war unpassend und es tut mir leid.“

Erstmeldung vom 17. Juli, 19 Uhr:

Erftstadt, Nordrhein-Westfalen – Ein in den Online-Netzwerken kursierendes Video sorgt aktuell für Empörung. Im Hintergrund: Ein lachender NRW-Ministerpräsident Laschet – beim Besuch im vom Unwetter schwer getroffenen Erftstadt. Die SPD reagierte empört.

„Ich bin wirklich sprachlos“, schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Samstag auf Twitter. Dazu verlinkte er auf ein dort kursierendes Video. Darauf zu sehen: Ein sichtlich mitgenommener Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der den Betroffenen in dem Katastrophengebiet Solidarität und Hilfe zusichert – und ein im Hintergrund gemeinsam mit anderen Anwesenden lachender Unions-Kanzlerkandidat

Unwetter-Katastrophe: Steinmeier sichtlich betroffen – Laschet sorgt mit Lacher für Empörung

Auch SPD-Vizechef Kevin Kühnert reagierte auf die Momentaufnahme: Und nannte es „eine Frage des Charakters“. Steinmeier und Laschet hatten sich zuvor ein Bild von der Lage im schwer getroffenen Ort gemacht. Beide dankten den Einsatzkräften. Der Ministerpräsident versprach, das Land Nordrhein-Westfalen werde „alles dafür tun“, um Direkthilfe für die Betroffenen zu organisieren.

Auf Twitter trendete direkt danach die Hashtags „Laschetlacht“ und „LaschetDarfNichtKanzlerWerden“. Zahlreiche Personen kommentierten die Videoaufnahme. Linke-Politiker Niema Movassat schieb dazu: „Ja, man muss als Kanzlerkandidat nicht bierernst sein. Wenn aber der Bundespräsident über Hilfe für Flutopfer redet, hört man als Kanzlerkandidat und Ministerpräsidenten zu und feixt nicht rum.“

Unions-Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Laschet in Katastrophen-Gebieten unterwegs

Die Videosequenz zeigt nur einen kurzen Ausschnitt der Pressekonferenz. In den anderen Szenen ist Laschet mit ernster Miene zu sehen. Der NRW-Ministerpräsident hatte sich in anderen Situation schwer betroffen von der Unwetter-Katastrophe gezeigt. Aktuell befindet er sich in den von Überschwemmungen stark betroffenen Gebieten. Doch auch ein kürzliches Interview mit einer WDR-Journalistin sorgte für Aufsehen.

In Erftstadt hatte die über die Ufer getretene Erft zahlreiche Häuser unterspült und zum Einsturz gebracht. Bei Erdrutschen stürzten mehrere Häuser und Teile einer historischen Burg ein. (dpa/aka)

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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