Armin Laschet während des Politischen Aschermittwoch der CSU.
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Armin Laschet während des Politischen Aschermittwoch der CSU.

Auch GroKo muss einstecken

Umfrage-Klatsche: Überraschende These zu Kanzler-Frage von Laschet - Söder verkündet einen Plan

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    vonAnna-Katharina Ahnefeld
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  • Florian Naumann
    Florian Naumann
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In einer aktuellen Umfrage wird deutlich: Der Großteil sieht nicht Laschet als künftigen Kanzlerkandidaten der Union. Zuspruch erhält jemand ganz anderes.

Berlin - Armin Laschet ist zwar CDU-Vorsitzender - doch einer aktuellen Umfrage zufolge in den Zustimmungswerten weit hinter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Nur 24 Prozent der Befragten trauen ihm offenbar das Kanzleramt zu. Das zeigt der Sonntagstrend der Bild-Zeitung. CSU-Chef Söder hingegen kommt auf 50 Prozent. Das bedeutet, dass für die Befragten aktuell Söder der bevorzugte Kanzlerkandidat für die anstehenden Bundestagswahlen im Wahljahr 2021 ist.

Kanzler-Frage im Wahljahr: Söder vorne - Laschet scheint schon zu reagieren

Vielleicht ja auch deshalb hat Laschet am Wochenende vorgebaut: Erst im Frühjahr wolle man gemeinsam mit der CSU entscheiden, wer Kanzlerkandidat wird, sagte er dem SWR in einem Interview. Entscheidend dabei seien die „größten Erfolgsaussichten“, sagte der Nordrhein-Westfale - und betonte, das bemesse sich „nicht an Umfragewerten“. Erst vor wenigen Tage hatte der West-Ministerpräsident mit markigen Aussagen zum Management der Corona-Krise für Aufsehen gesorgt.

An seinen eigenen Ambitionen ließ Laschet in dem Gespräch erneut keine Zweifel. Kurz nach seinem 60. Geburtstag erklärte er, es handle sich um „ein gutes Alter für vieles, also auch für Bundeskanzler“. In der Union wächst Berichten zufolge allerdings auch das Erstaunen über Laschets aktuelles Auftreten - ein CDU-Vorstandsmitglied hat sich dennoch mit einer Kanzlerprognose vorgewagt.

Auch Söder äußerte sich am Sonntag - und signalisierte, es gebe nun einen Zeitplan für die Klärung der K-Frage. „Armin Laschet hat gesagt, er möchte bis Pfingsten eine Entscheidung haben, das ist eine sehr lange Zeit. Ich halte das für eine kluge Überlegung, ich unterstütze das auch“, sagte der CSU-Chef am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Dass die CDU immer - und das war ja selbstverständlich, das habe ich, glaube ich, als Erster schon gesagt - als größere Partei das Initiativrecht hat, das ist völlig klar.“

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Umfrage vor der Bundestagswahl: Merkels GroKo büßt in der Corona-Krise ein

Noch etwas anderes offenbart die Umfrage zu folgender Frage: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?“ Die Große Koalition aus CDU und SPD verliert dabei in der Wählergunst. Beide Parteien büßten demzufolge im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt ein. Somit würden 34 Prozent der befragten Deutschen CDU/CSU wählen. 16 Prozent würden sich bei der Wahl aktuell für die SPD entscheiden. Einen Aufwärtstrend erlebte binnen der vergangenen sieben Tagen die Grünen und die Links-Partei. Beide Parteien gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen nun bei 19 Prozent (Grünen) und acht Prozent (Die Linken).

Stabil bleibt die FDP mit acht Prozent. Die Alternative für Deutschland (AfD) musste im Vergleich zur Vorwoche an Zustimmung einbüßen und verliert einen Prozentpunkt. Damit liegt die rechtspopulistische Partei bei aktuell neun Prozent. Jede Woche erhebt das Meinungsforschungsinstitut Kantar den Sonntagstrend für die Bild. Die Erhebung soll zeigen, wie die dazu Befragten aktuell wählen würden. Dazu wurden zwischen dem 11. Februar und dem 17. Februar 1905 Personen befragt. Bei der Frage der Kanzlerkandidatur befragte das Meinungsforschungsinstitut 509 Menschen. Die Frage wurde wie folgt gestellt: „Wer wäre aus Ihrer Sicht der bessere Kanzlerkandidat für die Union: Armin Laschet oder Markus Söder?“ (aka)

Politischer Aschermittwoch 2021: Digital statt im Bierzelt. Bei der SPD und den Grünen wurde eher der ernste Ton angeschlagen. Auch Söder trat anders auf als sonst an diesem Tag üblich.

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