Karl Lauterbach bei einem Pressestatement am Rande der 233. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude.
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Hat kein Verständnis für „Impfschwänzer“: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

Immer mehr lassen Termine ausfallen

Lauterbach fordert Strafe für „Impfschwänzer“ – Höhe des Bußgelds schon im Gespräch

Beispiel Berlin: Bis zu zehn Prozent, die hier einen Termin für eine Corona-Impfung haben, lassen ihn verfallen. Drohen jetzt Konsequenzen?

Berlin - Karl Lauterbach hat die Idee nicht als Erster ausgesprochen. Aber dafür an prominenter Stelle, nämlich in der Bild am Sonntag (BamS). Es geht um „Impfschwänzer“ in der Corona-Krise. „Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte der Zeitung.

Vertreter von SPD und CDU/CSU schließen sich dieser Forderung nun an.

Impftermin verstreichen lassen: Laut Lauterbach kein Kavaliersdelikt

„Diese Terminausfälle führen dazu, dass wir langsamer impfen, als wir könnten, und dass wir Impfstoff wegwerfen müssen.“, hatte Lauterbach ausgeführt und betont, er sei selbst Impfarzt im Impfzentrum Leverkusen und kenne das Problem der ausgefallenen Termine. In den ARD-„Tagesthemen“ fügte er hinzu, es handele sich nicht um ein Kavaliersdelikt.

Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte, Impftermine verfallen zu lassen, sei nicht nur rücksichtslos, sondern ein Schlag ins Gesicht all derer, die derzeit noch auf den knappen Impfstoff warten. „Wer nur zu bequem ist, zum Hörer zu greifen oder mit wenigen Klicks einen Termin abzusagen, sollte für die angefallenen Ausfallkosten aufkommen müssen.“

Corona-Impfung in Berlin: Bis zu zehn Prozent „Impfschwänzer“

Der Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), Mario Czaja, hatte die Debatte angestoßen und Bußgelder von 25 bis 30 Euro vorgeschlagen. Seinen Angaben zufolge werden in Berliner Impfzentren inzwischen fünf bis zehn Prozent der Termine nicht wahrgenommen.

Ein DRK-Sprecher sagte der dpa, Spritzen würden aber nicht weggeworfen, da sie immer erst aufgezogen würden, wenn die Menschen zum Termin erschienen. (dpa/frs)

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