Opposition wirft Regierung Verschleppung vor

Lautstarker Streit im Bundestag: Fracking-Verbot abgelehnt

Berlin - Das umstrittene Thema Fracking hat am Donnerstag zu einer lautstarken Auseinandersetzung im Bundestag geführt. Grund: CDU/CSU und SPD lehnten ein Verbot ab.

Das umstrittene Fracking zur Erdgasförderung hat lautstarke Auseinandersetzungen im Bundestag ausgelöst. Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD lehnten am Donnerstag ein von der Opposition gefordertes Verbot der Methode in einer namentlichen Abstimmung ab. Bei den Grünen hatte es zuvor geheißen, auf diese Weise müssten Abgeordnete Farbe bekennen, die sich in ihren Wahlkrisen als Fracking-Gegner präsentierten. Beim Fracking wird Gas aus tiefliegenden Gesteinsschichten gepresst.

Eigentlich war keine Debatte zu dem Thema vorgesehen. Der SPD-Abgeordnete Lars Klingbeil gab aber eine persönliche Erklärung ab und warf der Opposition vor, in ihren Gesetzentwürfen wichtige Fragen auszuklammern. Es brauche umfassendere Regeln. Daraufhin warf der Linke-Abgeordnete Hubertus Zdebel den regierenden Parteien Heuchelei vor, da sie andere Vorlagen im Wirtschaftausschuss blockierten. Auch Oliver Krischer von den Grünen warf der Regierung Verschleppung vor.

Die Koalition arbeitet seit langem an einem Fracking-Gesetz, das die Erdgasförderung gesetzlich regeln soll. Streit gab es unter anderem über Erkundungsbohrungen darüber und eine Expertenkommission. Die Methode ist unter anderem deshalb so umstritten, weil nicht klar ist, welche Auswirkungen die beim Fracking eingesetzten Chemikalien auf den Menschen und die Natur haben.

dpa

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