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In Deutschland droht ein drastischer Mangel an Schulleitern.

Reformen gefordert

Lehrerverband warnt vor dramatischem Schulleitermangel

Düsseldorf - Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) warnt vor einem dramatischen Schulleitermangel in Deutschland und fordert zügige politische Gegenmaßnahmen.

Besonders schlimm sei die Situation in Nordrhein-Westfalen, sagte der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann am Freitag beim Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf.

In dem Bundesland fehlen Beckmann zufolge rund 2000 Schulleiter oder Stellvertreter. Jede siebte Schulleiterstelle und sogar jeder vierte Stellvertreterposten sei unbesetzt. Die Lage sei exemplarisch für ein bundesweites Problem. Beckmann forderte mehr Geld für die Beamten, mehr Zeit für Leitungsfunktionen und Delegationsmöglichkeiten. Hessen habe vor drei Jahren die Besoldung angehoben und den Mangel bereits vermindert. „Auch in Bayern hat sich etwas getan“, sagte er.

Beim fünften Deutschen Schulleiterkongress holen sich über 2000 Pädagogen bis Samstag von rund 100 Referenten aus anderen gesellschaftlichen Bereichen Anregungen für guten Unterricht. Der VBE ist Mitveranstalter. Die Halbschwester des US-Präsidenten Barack Obama, die kenianische Soziologin Auma Obama, hatte den Kongress mit einem Vortrag eröffnet. Sie appellierte an die Schulleiter, die Eigenverantwortlichkeit ihrer Schüler zu stärken.

dpa

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