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Der Segler Jürgen Kantner geriet zweimal in die Fänge von philippinischen Islamisten. Beim zweiten Mal fiel er seinen Kidnappern zum Opfer.

Nach Ermordung durch Islamisten

Leiche des getöteten deutschen Seglers gefunden

Sulu - Nach der Ermordung des deutschen Seglers Jürgen Kantner durch die philippinische Islamistengruppe Abu Sayyaf ist seine Leiche gefunden worden. Die Regierung hatte die Zahlung eines Lösegeldes für die deutsche Geisel verweigert.

Soldaten hätten die Leiche am Samstagabend in der Abu-Sayyaf-Hochburg Sulu gut tausend Kilometer südlich von Manila entdeckt, teilte die Armee mit. Die Armee bemühe sich um eine Überführung der Leiche des Deutschen in seine Heimat, "um ihn die anständige Beerdigung zu gewähren, die er verdient", erklärte Armeesprecher Edgard Arevalo.

Die Bundesregierung hatte am Montag bestätigt, dass der entführte 70-jährige Deutsche von Abu-Sayyaf-Kämpfern "barbarisch ermordet" worden sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einer "abscheulichen Tat". Das US-Unternehmen Site, das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisiert ist, hatte zuvor mitgeteilt, ein Video von Abu Sayyaf zeige, wie einer der Geiselnehmer den Deutschen enthaupte.

Kantner war fast vier Monaten zuvor während einer Fahrt mit seinem Segelschiff entführt worden. Auf seiner Yacht wurde damals die Leiche seiner offenbar erschossenen Partnerin Sabine Merz gefunden.

Abu Sayyaf hat der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen Die philippinische Gruppe verübt seit Jahrzehnten in den Dschungel-Gebieten im Süden des Landes Entführungen. Dabei wurden wiederholt Geiseln umgebracht, wenn die Forderungen der Kidnapper nicht erfüllt wurden.

afp

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