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"Die Leiharbeit war und ist der Motor der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland", sagt die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Foto: Arno Burgi

42 Prozent weniger

Leiharbeiter beim Einkommen deutlich unter dem Durchschnitt

Immer mehr Leiharbeiter müssen mit staatlicher Hilfe aufstocken, weil sie zu wenig verdienen.

Berlin (dpa) - Beim Verdienst liegen Leiharbeitskräfte deutlich unter dem Durchschnitt. So betrug ihr Einkommen bei einer Vollzeitstelle Ende 2016 im Mittel 1816 Euro brutto im Monat - gegenüber 3133 Euro für Vollzeitbeschäftigte über alle Branchen hinweg.

Das teilte die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit mit. Das sind 42 Prozent weniger.

Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die ergänzende Hartz-IV-Leistungen beziehen, ist in der Leiharbeit überdurchschnittlich hoch. Während im Juni 2017 über alle Branchen hinweg 2 Prozent der Beschäftigten Arbeitslosengeld II bezogen, lag dieser Anteil in der Leiharbeit bei 5 Prozent.

In Summe betraf dies in der Leiharbeit 41.638 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Der überwiegende Teil dieser Kräfte, die ergänzende Hartz-IV-Leistungen bezogen, war in Vollzeit beschäftigt: nämlich 71 Prozent.

"Die Leiharbeit war und ist der Motor der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland", sagte Zimmermann. "Ein Sprungbrett in ein normales Arbeitsverhältnis ist sie nur für wenige, für die meisten bedeutet Leiharbeit: dauerhaft Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Beschäftigte zweiter Klasse zu sein", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Zimmermann forderte die Abschaffung "der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit".

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