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Teilnehmer des Aktionsnetzwerkes "Leipzig nimmt Platz" demonstrieren in Leipzig. Der Protest richtet sich gegen eine Demonstration der Partei "Die Rechte". Foto: Hendrik Schmidt

Polizei mit Großaufgebot

Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Leipzig

Schweres Räumgerät und Tausende Beamte - die Polizei unternimmt in Leipzig große Kraftanstrengungen, um Ausschreitungen am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten zu verhindern. Eine Eskalation wie Ende 2015 soll verhindert werden.

Leipzig (dpa) - Bei einem Aufmarsch von Rechtsextremisten und Gegendemonstrationen in Leipzig sind die befürchteten schweren Krawalle ausgeblieben. Die Protestkundgebungen seien aber von einigen Übergriffen überschattet gewesen, teilte die Polizei mit.

So flogen aus der linken Szene Steine auf Polizeibeamte, Mülltonnen wurden in Brand gesetzt und Barrikaden errichtet. Es gab deshalb mehrere Festnahmen. Über deren Zahl konnte die Polizei zunächst noch keine Angaben machen. Zu größeren Ausschreitungen kam es aber nicht. "Wir können bislang ein überwiegend positives Fazit ziehen", sagte ein Polizeisprecher nach Beendigung der Neonazidemo.

Nach Behördenangaben lag die Beteiligung bei den Rechtsextremisten unter den angemeldeten 300 bis 400 Demonstranten. An den Gegenprotesten beteiligten sich etwa 1000 Menschen.

Die Zwischenfälle seien auf keinen Fall vergleichbar mit den Gewaltexzessen bei der Neonazi-Demonstration im Dezember 2015, sagte eine Polizeisprecherin. Damals war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vermummte aus der linksradikalen Szene hatten Sicherheitskräfte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern geworfen. Die Beamten gingen daraufhin mit Wasserwerfern und Reizgas vor. 69 Polizisten wurden damals verletzt.

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