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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will Flüchtlinge bei der Truppe nur mit zivilen Aufgaben betreuen.

Fachkräfte werden händeringend gesucht

Von der Leyen: Flüchtlinge als Soldaten keine Option

Berlin - Wie die Wirtschaft sucht auch die Bundeswehr händeringend Fachkräfte. Könnten Flüchtlinge dabei helfen? Verteidigungsministerin von der Leyen dämpft die Erwartungen.

Die vielen nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge können der Bundeswehr laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Suche nach Fachkräften für die Truppe nicht helfen. Als Soldaten seien sie keine Option, sagte die CDU-Politikerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Allerdings: „Die Bundeswehr ist dabei, in einem Pilotprojekt zunächst mehr als hundert Flüchtlinge in zivilen Fähigkeiten auszubilden.“ Es gehe um Handwerk, Technik, Medizin und Logistik. „Die Idee ist, dass sie eines Tages nach Syrien zurückgehen und beim Aufbau helfen.“

Von der Leyen erläuterte, die Bundeswehr konkurriere mit der Wirtschaft um genau die gleichen Techniker, Ingenieure und Computer-Fachleute. „Und wir spüren den demografischen Wandel stärker, zumal wir nur Bewerber mit deutschem Pass nehmen.“

Die CDU-Politikerin räumte ein, dass die Bundeswehr „professionellere Managementstrukturen“ brauche. Das gelte ganz sicher für die Abläufe. Viele Vorgänge kämen nur ganz langsam zur Ministeriumsspitze, „indem Papiervorlagen von einer Hierarchieebene zur nächsten weitergeschickt werden“. Deshalb habe ihre Rüstungs-Staatssekretärin Katrin Suder zum Beispiel eingeführt, dass die Projektleiter großer Rüstungsprojekte „direktes Vorspracherecht“ bei ihr haben. „Telefonate über mehrere Hierarchie-Ebenen hinweg waren bisher nicht üblich.“

dpa

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