+
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe des polnischen Ortes Sagan nach der ersten Übung zur Verlegung der Nato-Speerspitze.

Nato berät über Reaktion auf Ukraine-Krise

Von der Leyen: „Keine Rückkehr zum Kalten Krieg“

Brüssel - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht keine Gefahr eines neuen Kalten Krieges zwischen der Nato und Russland. Die globalen Verflechtungen seien heute so stark, dass diese Gefahr nicht mehr bestehe, so die Ministerin 

„Es wird keine Rückkehr zum Kalten Krieg geben“, sagte sie am Mittwoch vor Beginn des Nato-Verteidigungsministertreffens in Brüssel. „Der Kalte Krieg hat eine völlig andere Welt vor Augen gehabt, nämlich zwei große Blöcke, die sich gegenüberstanden.“ In der heutigen globalisierten Welt seien die ökonomischen Verflechtungen so stark, dass es keine Wiederholung dieser Situation geben könne.

Die Nato-Verteidigungsminister wollen am Mittwoch und Donnerstag über ihre Reaktionen auf die Ukraine-Krise beraten. Die östlichen Nato-Mitgliedstaaten fühlen sich von Russland bedroht. Zu neuen Spannungen hatte zuletzt die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt, das russische Atomwaffenarsenal aufzustocken. Die USA wollen ihrerseits schweres Militärgerät ins östliche Bündnisgebiet verlegen.

Von der Leyen hat die Pläne bereits unterstützt. Über ihre Nuklearstrategie wird die Nato nach ihren Angaben erst im Herbst intensiv beraten. Die Ministerin betonte, dass die Hand in Richtung Moskau ausgestreckt bleibe. Man wolle deutlich machen, „dass wir eine friedliche Lösung der Konflikte haben wollen (...) und dass wir unsere Zukunft gemeinsam in Europa sehen“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei veröffentlicht Bilder vom Manchester-Attentäter kurz vor dem Anschlag
Schon wieder hat ein Selbstmordanschlag die Welt erschüttert: Am Montag riss ein Attentäter 22 Menschen in den Tod, darunter viele Kinder. Die Polizei meldet mehrere …
Polizei veröffentlicht Bilder vom Manchester-Attentäter kurz vor dem Anschlag
Großbritannien: Höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben
Eigentlich hätte es für viele Briten ein schönes, langes Wochenende werden sollen. Denn am Montag haben sie frei. Doch es geht - trotz herabgestufter Terrorwarnstufe - …
Großbritannien: Höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben
Irans Oberhaupt nennt Monarchen Saudi-Arabiens „Idioten“
Zwischen dem Iran und Saudi-Arabien geht es verbal hoch her. Ajatollah Ali Chamenei nennt die Führungsriege des Rivalen einen „wertlosen Haufen“.
Irans Oberhaupt nennt Monarchen Saudi-Arabiens „Idioten“
„Eine Krankheit“: Papst attackiert Finanzinvestoren
Der Papst hat in einer Rede vor Stahlarbeitern massiv gegen Spekulanten gewettert - er sprach von einer „wirtschaftlichen Krankheit“.
„Eine Krankheit“: Papst attackiert Finanzinvestoren

Kommentare