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Familienministerin Ursula von der Leyen tritt die Nachfolge von Franz Josef Jung an.

Von der Leyen wird Jungs Nachfolgerin

Berlin - Familienministerin Ursula von der Leyen tritt die Nachfolge von Franz Josef Jung an. Der Arbeitsminister hatte am Freitag sein Amt niedergelegt.

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Bereits kurz nach dem Rücktritt von Arbeitsminister Franz Josef Jung präsentiert Bundeskanzlerin Angela Merkel am gleichen Tag einen Nachfolger: Ursula von der Leyen. Damit musste die neue schwarz-gelbe Koalition nach nur einem Monat zum ersten Mal das Kabinett umbilden. Jung hatte knapp drei Monate nach dem verheerenden Luftangriff mit bis zu 132 Toten und Verletzten in Afghanistan sein Amt niedergelegt. Der 60-Jährige übernahm damit die Verantwortung für unzureichende Informationen während seiner Zeit als Verteidigungsminister. Merkel lobte Jung als “geradlinigen Kollegen“ und “feinen Kerl“. Zur neuen Familienministerin sagte sie: “Sie wird als ausgebildete Soziologin eine sehr gute Arbeit leisten.“

Kristina Köhler wird Familienministerin

Neben von der Leyen waren auch Hessens CDU-Fraktionschef Christean Wagner und Innenminister Volker Bouffier im Gespräch. Neue Familienministerin wird die hessische CDU-Abgeordnete Kristina Köhler. Sie hatte sich in der vergangenen Legislaturperiode im BND-Untersuchungsausschuss des Bundestags einen Namen gemacht. Köhler ist ein frisches Gesicht in der Berliner Politikszene. Mit 25 Jahren zog sie 2002 in den Bundestag ein, mit gerade mal 32 wird sie jetzt Bundesfamilienministerin. Sie ist damit die jüngste Ministerin im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel.

Nach dem Rückzug von Franz Josef Jung war sie einer der logischen Kandidaten: Schließlich sollte die mächtige Hessen-CDU am Kabinettstisch vertreten bleiben. Außerdem genießt Köhler in ihrer Partei höchstes Ansehen. Der frühere Generalsekretär Ronald Pofalla zählte sie “zu den großen Nachwuchstalenten in der CDU“. Kristina Köhler stammt aus Wiesbaden, hier kam sie im August 1977 zur Welt, hier ging sie bis 1997 aufs Gymnasium und hier hat sie ihren Wahlkreis. Bei der Bundestagswahl setzte sich Köhler klar (mit 40,8 Prozent) gegen die damalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (32,6 Prozent) durch, die das Direktmandat zuvor drei Mal hintereinander gewonnen hatte. Außerdem machte sie die Wiesbadener CDU nach 15 Jahren erstmals wieder zur stärksten Partei bei einer Bundestagswahl.

dpa

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