+
Der König und Premierminister von Saudi-Arabien, Salman bin Abdelasis al-Saud (r) am 15.11.2015 am Rande des G20-Gipfel in Belek bei Antalya (Türkei).

Vorrat für Einsätze gegen den Terror

USA liefern 19.000 Bomben an Saudi-Arabien

Washington - Die Geschäfte florieren in Zeiten der Krisen: Die US-Regierung hat ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien gebilligt.

Die Golfmonarchie werde für ihre Luftwaffe mehr als 19.000 Bomben im Wert von 1,29 Milliarden Dollar (1,19 Milliarden Euro) kaufen, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit. Die Zustimmung durch den US-Kongress steht noch aus, gilt aber als wahrscheinlich.

Saudi-Arabien ist einer der wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten im Mittleren Osten. Das Abkommen über das iranische Atomprogramm hatte die Beziehungen allerdings zuletzt belastet, Saudi-Arabien ringt mit Teheran um die Vorherrschaft am Golf. Die saudiarabische Luftwaffe fliegt Angriffe im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen.

Die Waffenlieferung umfasst rund 12.000 Bomben mit einem Gefechtsgewicht von 500 bis 2000 Pfund, 1500 bunkerbrechende Bomben sowie mehr als 6000 lasergelenkte Präzisionsbomben. Nach Angaben aus Washington wird das Bombenarsenal der saudiarabischen Streitkräfte durch "das hohe Einsatztempo in mehreren Anti-Terror-Einsätzen" stark beansprucht. Saudi-Arabien beteiligt sich an den US-geführten Luftangriffen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel und Macron feilen an Entwurf für EU-Reform
Die Begrüßung war gewohnt freundlich. Doch auf Merkel und Macron warteten bei ihren Beratungen in Meseberg große Probleme. Der unionsinterne Asylstreit könnte die …
Merkel und Macron feilen an Entwurf für EU-Reform
Tusk schlägt Zentren für gerettete Flüchtlinge außerhalb der EU vor
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat Europas Staats- und Regierungschefs vorgeschlagen, beim EU-Gipfel die Einrichtung von Auffangzentren für auf See gerettete Flüchtlinge …
Tusk schlägt Zentren für gerettete Flüchtlinge außerhalb der EU vor
Drei mutmaßliche IS-Waffenlieferanten in den Niederlanden festgenommen
Unter dem Verdacht der Waffenlieferungen an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die niederländische Polizei drei Männer festgenommen.
Drei mutmaßliche IS-Waffenlieferanten in den Niederlanden festgenommen
Seehofer setzt Merkel Frist, dann spottet er über die Kanzlerin - Ein Blick hinter die Kulissen des Asylstreits
Explosion oder Entspannung? Parallel tagen die Spitzen von CSU und CDU. Sie reden stundenlang wütend übereinander, vermeiden aber einen Bruch – vorerst. Seehofer setzt …
Seehofer setzt Merkel Frist, dann spottet er über die Kanzlerin - Ein Blick hinter die Kulissen des Asylstreits

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.