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Christian Lindner (rechts) im Gespräch mit Angela Merkel. 

Für die Wahl 2021

Lindner „sieht ungehobenes Potenzial“: FDP muss weiblicher werden

Die FDP muss sich nach den Worten ihres Vorsitzenden Christian Lindner bis zur nächsten Bundestagswahl besser aufstellen - und weiblicher werden.

Berlin - Lindner sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wenn wir 2021 in Deutschland einen Richtungswechsel erkämpfen wollen, dann müssen wir die Zeit bis dahin nutzen, um noch besser zu werden. Das bedeutet auch: Die FDP muss sich aktiv um Wählerinnen, weibliche Mitglieder und Führungskräfte bemühen. Ich sehe da ein ungehobenes Potenzial.“

Mit ihren Programmpunkten moderne Gesellschaftspolitik, beste Bildung und flexible Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei die FDP „eigentlich die beste Wahl für Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen“, argumentierte Lindner. „Frauen, die nicht linke Wirtschaftspolitik und ideologisierte Gender-Politik wählen wollen, aber zugleich auch die alten Rollenbilder der CSU ablehnen, sollten als Neumitglieder die FDP stärken und Einfluss nehmen. Wir brauchen ihre Hilfe, um unsere Partei weiterzuentwickeln.“

„Wollen nicht so sein wie die CSU“

Er verwies als Gegenbeispiel auf die männerdominierte Führungsmannschaft von Innenminister Horst Seehofer (CSU): „Das ist so aus der Zeit gefallen. So wollen wir nicht sein.“ Lindner fügte hinzu: „Die FDP wird in ihrem Programm noch innovativer werden, wenn wir die weibliche Perspektive auf die Fragen der Zeit bei uns stärken.“ Die Freien Demokraten müssten sich selbstkritisch die Frage nach der parteiinternen Geschlechtergerechtigkeit stellen.

Lesen Sie auch: Neues Sprengpotenzial: Schäuble knöpft sich Seehofer vor

Diese Zukunftsperspektiven sollen auf dem Bundesparteitag Mitte Mai besprochen werden. „Die FDP hat sich in den vergangenen vier Jahren sehr verändert, wir sind zeitgemäßer geworden. Jetzt muss ein nächster Schritt kommen. Die FDP kann und muss noch besser werden“, sagte Lindner und fügte hinzu: „Wir sind weit gekommen, aber Selbstzufriedenheit wäre für uns eine ganz große Gefahr.“

dpa

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