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Christian Lindner spricht über die Gründe für den Jamaika-Eklat.

Warum ließ er Jamaika platzen?

Lindner packt aus: FDP fühlte sich bei Sondierungen gedemütigt

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Viel wird spekuliert, was Christian Lindner (FDP) dazu bewegt hat, die Jamaika-Gespräche platzen zu lassen. Jetzt packt er in einem Interview aus - und macht speziell einer Partei schwere Vorwürfe.

FDP-Chef Christian Lindner hat derFrankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview gegeben, über das faz.net vorab berichtet. Und die Worte des Liberalen haben es in sich: Lindner spricht davon, dass die FDP während der rund vier Wochen dauernden Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition regelrecht gedemütigt worden sei. 

Die FDP habe das Gefühl gehabt, „dass wir der Mehrheitsbeschaffer für ein im Kern schwarz-grünes Bündnis hätten werden sollen“. Vor allem den Grünen macht er Vorwürfe: „Es gibt Grenzen der Kompromissfähigkeit, wenn es darum geht, einen Partner zu demütigen. Was am Ende auf dem Tisch lag, haben wir leider so empfinden müssen“, wird Lindner zitiert. Ein Jamaika-Bündnis wäre seiner Meinung nach eine Wiederauflage der Großen Koalition „mit grünen Akzenten und mit einigen FDP-Ministern“ geworden.

Auch Kanzlerin Merkel kommt bei Lindner nicht gut weg

Hätte die FDP nur mit der Union Gespräche geführt, wäre eine Regierung längst im Kasten, glaubt Lindner. Trotzdem bekommt auch Kanzlerin Angela Merkel in dem Interview ihr Fett weg: Sie habe die Liberalen bei den Sondierungen benachteiligt, indem sie mit den Grünen Deals zu Lasten der FDP geschmiedet hätte. Dagegen sei Merkel kaum auf die Wünsche seiner Partei eingegangen.

Lindner hatte in der Nacht zum Montag überraschend verkündet, dass seine Partei nicht für ein schwarz-gelb-grünes Regierungsbündnis zur Verfügung stehe. Seitdem herrscht Ratlosigkeit, wie es nach den Bundestagswahlen am 24. September weitergehen soll, denn auch die SPD will nicht mit der Union koalieren. Möglicherweise müssen die Deutschen nochmals wählen oder Deutschland bekommt erstmals eine Minderheitsregierung.

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