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Linke: Gysi will kein Parteivorsitzender sein

Berlin - Linksfraktionschef Gregor Gysi will sich nicht in die Neuwahl der Parteispitze im nächsten Jahr einmischen. Eine Kandidatur um den Parteivorsitz könne er definitiv auschließen.

“Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werde ich mich zu den einzelnen Kandidaten nicht äußern“, sagte er am Mittwoch in Berlin. Eine eigene Kandidatur schloss er definitiv aus. “Die Katastrophe, die dafür passieren müsste, dass ich kandidiere, ist unvorstellbar.“

An der Nominierung der jetzigen Führung mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst an der Spitze hatte Gysi im vergangenen Jahr maßgeblich mitgewirkt. Die Neuwahl steht auf einem Parteitag im Juni 2012 an. Wahrscheinlich wird es vorher aber einen Mitgliederentscheid geben. Die jetzigen Parteichefs haben sich noch nicht entschieden, ob sie erneut antreten.

Für Doppelspitze in der Fraktion ist Gysi gesetzt

Die Wahl der Fraktionsführung im Bundestag wurde unterdessen vom 25. Oktober auf den 8. November verschoben. Damit soll nach Darstellung Gysis eine Beeinträchtigung des Erfurter Programmparteitags vom 21. bis 23. Oktober vermieden werden. Die Bundestagsfraktion will nach bisheriger Beschlusslage eine Doppelspitze wählen. Gysi gilt als gesetzt. Als Kandidatin für den Co-Vorsitz ist Sahra Wagenknecht vom linken Flügel der Partei im Gespräch.

Möglich ist aber auch, dass der Beschluss über die Installierung einer Doppelspitze wieder gekippt wird. Gysi betonte erneut, dass die Fraktionsführung eine “ausreichend breite Mehrheit“ haben müsse. Eine Prozentzahl wollte er aber nicht nennen.

dpa

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