+
Katja Kipping

"So etwas gehört sich nicht"

Linke wehrt sich gegen Gauck-Kritik

Berlin - Linke-Chefin Katja Kipping hat die Kritik von Bundespräsident Joachim Gauck an der sich abzeichnenden rot-rot-grünen Koalition in Thüringen scharf zurückgewiesen. „

Seine Zweifel an der demokratischen Gesinnung unserer Mitglieder und Wähler weise ich in aller Form zurück. So etwas gehört sich für einen Präsidenten nicht“, sagte Kipping der „Bild am Sonntag“. Und weiter: „Ein Präsident muss seine Worte sehr wägen. Sobald er sich dem Verdacht aussetzt, Parteipolitik zu machen, ist seine Autorität beschädigt. Ich bezweifle, dass Herr Gauck sich mit diesen Äußerungen einen Gefallen tut.“

In Thüringen will Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow mit SPD und Grünen über eine Koalition verhandeln. Er wäre der erste linke Ministerpräsident der Bundesrepublik. Gauck sagte dazu unter anderem in einem Interview mit der ARD, die Wahlentscheidung sei zu respektieren, es bleibe aber die Frage: „Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sipri-Friedensforscher: Rüstungsexporte steigen ständig
Die Zeit der politischen Entspannung ist definitiv vorbei. In den vergangenen zehn Jahren hat der Waffenhandel stetig zugelegt. Dabei kommen 56 Prozent der weltweiten …
Sipri-Friedensforscher: Rüstungsexporte steigen ständig
Yildirim-Auftritt und Fall Yücel: Schwer erträglich
Widersprüchliches fällt besonders auf, wenn die Dinge gleichzeitig passieren. Der Yildirim-Auftritt in Oberhausen und die Festsetzung eines deutschen Reporters in der …
Yildirim-Auftritt und Fall Yücel: Schwer erträglich
Ärzte fordern klare Regelung bei medizinischen Notfällen
Seit Jahren gibt es Zank zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, wer für welche Notfälle zuständig ist. In manchen Regionen klappen die Absprachen, in …
Ärzte fordern klare Regelung bei medizinischen Notfällen
300 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta
Ceuta - Rund 300 Flüchtlinge haben in der Nacht zum Montag die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko gestürmt. Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie sich die …
300 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta

Kommentare