+
Kipping: "Wir lassen SPD und Grüne nicht aus der Verantwortung, aber wir rennen ihnen auch nicht hinterher". Foto: Bernd von Jutrczenka

Linkspartei geht auf Distanz zu SPD und Grünen

Berlin (dpa) - Die Führungsspitze der Linkspartei sieht derzeit keine Perspektive für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis. "Wir lassen SPD und Grüne nicht aus der Verantwortung, aber wir rennen ihnen auch nicht hinterher", sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der "taz/die tageszeitung".

"Wir sind nicht in der Bittposition." In einem Strategiepapier der Parteivorsitzenden, Kipping und Bernd Riexinger, heißt es dem Bericht zufolge: "SPD und Grüne sind von sozialer Gerechtigkeit derzeit weiter entfernt als je zuvor, es gibt kein linkes Lager der Parteien mehr."

In dem Papier, über das auch die Tageszeitung "Neues Deutschland" berichtet, sieht sich die Linke-Führungsspitze nach dem schwachen Abschneiden bei den jüngsten Landtagswahlen "vor der Herausforderung, unsere Rolle in der Gesellschaft neu zu finden und uns weiterzuentwickeln".

Die Linkspartei sei "nicht Teil des Merkel-Lagers, wir stehen gegen Neoliberalismus wie gegen Rechtspopulismus". Nach dreißig Jahre einer neoliberalen "Revolution von oben" reichten "kleine Kurskorrekturen innerhalb des neoliberalen Kapitalismus" nicht aus. "Wir brauchen einen grundlegenden Wandel", so Kipping und Riexinger, eine "Revolution der Gerechtigkeit", mit der verhindert werden könne, dass weiterhin "Millionen Menschen im Alter in Armut leben und Millionen Kinder in Armut aufwachsen".

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Macrons US-Besuch: Entspannung - bis Trump wortgewaltig dazwischengrätscht
Beim Empfang von Emmanuel Macron bemüht Donald Trump reichlich Pathos. Aber das kann nicht über die Unterschiede hinwegtäuschen. Macron wartet mit neuen Vorschlägen zum …
Macrons US-Besuch: Entspannung - bis Trump wortgewaltig dazwischengrätscht
In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Schon in Klassenzimmern waren Kreuze ein Stein des Anstoßes. Bayern setzt jetzt noch eins drauf. Ministerpräsident Söder erntet dafür Kritik und Spott.
In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Ab dem 1. Juni ist ein angebrachtes Kreuz in den Eingangsbereichen der Behörden Pflicht, das hat der Ministerrat per Verordnung beschlossen. Warum, das erklärt Markus …
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor
Der Militärschlag der Westmächte gegen Syrien erfolgte ohne Zustimmung des blockierten Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Bei einem Besuch bei den UN verteidigt …
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor

Kommentare