+
Kipping: "Wir lassen SPD und Grüne nicht aus der Verantwortung, aber wir rennen ihnen auch nicht hinterher". Foto: Bernd von Jutrczenka

Linkspartei geht auf Distanz zu SPD und Grünen

Berlin (dpa) - Die Führungsspitze der Linkspartei sieht derzeit keine Perspektive für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis. "Wir lassen SPD und Grüne nicht aus der Verantwortung, aber wir rennen ihnen auch nicht hinterher", sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der "taz/die tageszeitung".

"Wir sind nicht in der Bittposition." In einem Strategiepapier der Parteivorsitzenden, Kipping und Bernd Riexinger, heißt es dem Bericht zufolge: "SPD und Grüne sind von sozialer Gerechtigkeit derzeit weiter entfernt als je zuvor, es gibt kein linkes Lager der Parteien mehr."

In dem Papier, über das auch die Tageszeitung "Neues Deutschland" berichtet, sieht sich die Linke-Führungsspitze nach dem schwachen Abschneiden bei den jüngsten Landtagswahlen "vor der Herausforderung, unsere Rolle in der Gesellschaft neu zu finden und uns weiterzuentwickeln".

Die Linkspartei sei "nicht Teil des Merkel-Lagers, wir stehen gegen Neoliberalismus wie gegen Rechtspopulismus". Nach dreißig Jahre einer neoliberalen "Revolution von oben" reichten "kleine Kurskorrekturen innerhalb des neoliberalen Kapitalismus" nicht aus. "Wir brauchen einen grundlegenden Wandel", so Kipping und Riexinger, eine "Revolution der Gerechtigkeit", mit der verhindert werden könne, dass weiterhin "Millionen Menschen im Alter in Armut leben und Millionen Kinder in Armut aufwachsen".

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frankreich-Wahl: Le Pen legt Parteivorsitz vorübergehend nieder
Paris - Die Wahl in Frankreich 2017: Emmanuel Macron und Marine Le Pen gehen in die Stichwahl am 7. Mai. Das sind die Reaktionen. Wir begleiten die Wahl im Live-Ticker.
Frankreich-Wahl: Le Pen legt Parteivorsitz vorübergehend nieder
Obama meldet sich: „Was ist passiert, als ich weg war?“
Chicago - Im Januar hat sich Obama als US-Präsident verabschiedet. Seinen ersten großen öffentlichen Auftritt seither hat er vor Studenten in Chicago - mal nachdenklich, …
Obama meldet sich: „Was ist passiert, als ich weg war?“
Seehofer macht weiter - Politiker reagieren gemischt
München - Die Reaktionen auf die neuerliche Kandidatur von Horst Seehofer als CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident gehen weit auseinander.
Seehofer macht weiter - Politiker reagieren gemischt
Das sagt Markus Söder zu Seehofers Entschluss
Er ist Seehofers ehrgeizigster Kronprinz: Markus Söder (50, CSU). Doch nachdem der Ministerpräsident am Montag bekanntgab, noch einmal zu kandidieren, verschiebt sich …
Das sagt Markus Söder zu Seehofers Entschluss

Kommentare