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Liz Truss wegen früherer Äußerungen in Verlegenheit

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Liz Truss
Liz Truss © IMAGO/Mateusz Wlodarczyk

Die britische Außenministerin Liz Truss ist aufgrund von früheren Äußerungen über britische Arbeiter in Verlegenheit.

London in England - In einer am Dienstag von der Zeitung "The Guardian" veröffentlichten Tonaufnahme sagt Truss, britischen Arbeitern würden "Fertigkeit und Eifer" fehlen. "Mentalität und Einstellung" britischer Arbeiter seien mitverantwortlich für die relativ niedrige Produktivität des Landes.

Es gebe ein grundlegendes Problem mit der "britischen Arbeitskultur", sagte Truss weiter in den Äußerungen, die aus ihrer Zeit als Spitzenvertreterin des Finanzministeriums zwischen 2017 und 2019 stammen. Britische Arbeiter müssten "mehr schuften". "Wenn Sie nach China gehen, ist das ziemlich anders, das kann ich Ihnen garantieren."

Aus dem Umfeld von Truss hieß es nach Veröffentlichung der Tonaufnahme, die Bemerkungen seien "ein halbes Jahrzehnt alt" und es fehle "Kontext". Außer Frage stehe aber, dass Großbritannien seine Produktivität verbessern müsse.

Truss befindet sich derzeit in einer parteiinternen Stichwahl gegen den früheren Finanzminister Rishi Sunak um den Vorsitz der konservativen Tory-Partei. Wer das Amt vom zurückgetretenen Johnson übernimmt, wird auch automatisch britischer Premierminister. Umfragen sehen Truss klar vor Sunak. Das Ergebnis der Briefwahl unter den Tory-Mitgliedern wird am 5. September erwartet.

Die Amtszeit des skandalumwitterten Briten-Premiers Boris Johnson geht zu Ende. Bei der Nachfolge des Premierministers gibt es eine klare Favoritin. Oder folgt eine Überraschung? fs/afp

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