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Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer: Wie lange noch? 

Soll Kramp-Karrenbauer übernehmen?

CDU-Teile fordern vorzeitiges Merkel-Aus: Debatte tobt - Umfrage zeigt klares Bild

Angela Merkel ist Bundeskanzlerin, Annegret Kramp-Karrenbauer Parteivorsitzende. Stand jetzt. Doch es brodelt.

13.50 Uhr: Aus Sicht von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak gibt es keine Forderungen von relevanten Politikern nach einem vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt. „Es gibt keine Äußerung von relevanten Politikern, die jetzt einen Wechsel in einer irgendeiner Form an der Regierungsspitze fordern“, sagte Ziemiak am Montag in Berlin. Viele Menschen im Land würden sich demnach wünschen, dass Sachpolitik betrieben werde, statt neue Personaldebatten zu eröffnen.

Berlin - Ein Abschied auf Raten, der allmählich droht, zur Zerreißprobe zu werden: Angela Merkel (CDU) setzt als Bundeskanzlerin vor allem in der Außenpolitik nach wie vor die Akzente, während sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer innenpolitisch profiliert. So der Plan. Doch inzwischen werden in der CDU immer mehr Stimmen laut, die einen vorzeitigen Kanzlerinnenwechsel fordern.  „Es wäre für die Union das Beste, wenn Frau Merkel ihr Amt geordnet und möglichst bald an AKK übergibt“, machte der Vorsitzende der Werteunion, Alexander Mitsch, gerade in der Passauer Neuen Presse deutlich. Die CDU-Chefin könne dann mit einem erneuerten Kabinett den notwendigen Politikwechsel für Deutschland einleiten, besonders in der Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik, so Mitsch. 

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Kramp-Karrenbauer übernimmt Merkels Aufgabe und kommentiert Macrons EU-Pläne

Dass auch Kramp-Karrenbauer durchaus Interesse an verstärktem außenpolitischen Engagement hätte, zeigt ihre jüngste Aktion: Die CDU-Chefin antwortete auf das Europa-Manifest von Präsident Emanuel Macron mit einer eigenen Konzeption. Die Antwort darauf aus Paris dürfte sie nicht erfreut haben: Emmanuel Macron will das an ihn gerichtete Schreiben von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer vorerst nicht bewerten. Es sei  erfreulich, so hieß es aus dem Umfeld des französischen Präsidenten, dass man in Deutschland auf die Vorschläge Macrons zur EU-Reform reagiere – gleichwohl würden Äußerungen von Parteichefs nicht kommentiert. 

Was ist Ihre Meinung? Machen Sie mit und stimmen ab

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht in den Vorschlägen der CDU-Vorsitzenden für EU-Reformen eine gute Grundlage für eine Diskussion mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Kramp-Karrenbauer habe auf Macron eine Antwort gegeben, wie „unsere Interessen an Europa sind“, sagte Brinkhaus am Montag in Berlin, vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums. „Insofern ist jetzt ein guter Prozess eingeleitet.“

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Deutschland und Frankreich hätten wesentlich mehr Dinge gemeinsam als sie trenne. So hätten auch die Franzosen ein Interesse an einer gemeinsamen Sicherheitspolitik oder an einer Lösung des Themas Migration. „Wenn man Europa immer nur reduziert auf Finanzfragen, dann verzwergt man Europa auch.“ Auch vor dem Hintergrund sei das ein guter Aufschlag von Kramp-Karrenbauer.

Kramp-Karrenbauer vs. Angela Merkel: Sigmar Gabriel zündelt 

Öl ins Feuer goss am Wochenende Sigmar Gabriel. Der ehemalige SPD-Vorsitzende rechnet damit, dass Kanzlerin Angela Merkel, die zudem wegen einer Äußerung von ihrer eigenen Partei kritisiert wird, noch im Laufe der Legislaturperiode ihr Amt an die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer abgibt. „Ich persönlich glaube nicht, dass Angela Merkel so dumm ist, Annegret Kramp-Karrenbauer zweieinhalb Jahre wie so einen Pudel neben sich herlaufen zu lassen“, so Gabriel der Augsburger Allgemeinen

Umfrage: So stehen die Deutschen zu Kanzlerin Merkel

Wird die Stabübergabe also schneller passieren, als geplant? Nicht, wenn es nach dem Willen der Deutschen geht. Zwei Drittel der Bundesbürger lehnt einen vorzeitigen Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab und erwartet, dass die 64-Jährige bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2021 regiert. Diesen Wunsch haben laut dem am Montag veröffentlichten RTL/n-tv-Trendbarometer zwei Drittel der Wahlberechtigten (67 Prozent). Nur 29 Prozent der Befragten wollen, dass Merkel vorzeitig geht. Damit ist der Wunsch, sie als Kanzlerin zu behalten, seit Februar 2018 um zwölf Prozentpunkte gestiegen. 

SPD will AKK nicht zur Kanzlerin wählen

Auch Koalitionspartner SPD hält wenig von einem vorzeitigen Wechsel. Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises, etwa drohte, ein Rücktritt von Merkel zöge zwingend eine Neuwahl des Bundestags nach sich. Die SPD-Fraktion würde nicht einfach Kramp-Karrenbauer zur neuen Kanzlerin wählen.

Nahles kritisiert Merkel und ruft zur Gleichstellung auf  oder Varoufakis irritiert AfD-Frau von Storch - und bringt Anne Will in die Zwickmühle oder der Kommentar: Merkel und „AKK“: Seltsam deplatzierte Kanzlerin oder Wagenknecht zieht sich aus gesundheitliche Gründen zurück - das schrieb sie ihren Kollegen oder Brexit: AfD-Chef Meuthen gibt Merkel die Schuld - und sorgt für Empörung

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