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42 Prozent sahen den konservativen Regierungschef David Cameron (r.) als Sieger, 38 Prozent favorisierten Herausforderer Ed Miliband.

London

Cameron hat laut Umfrage bei TV-Event die Nase vorn

Leeds - Die TV-Auftritte vor der britischen Unterhauswahl am 7. Mai werden für sich selbst zum Politikum. Beim letzten Aufeinandertreffen hat offenbar Amtsinhaber David Cameron die Nase vorn. Seine Strategie, ein direktes Duell zu verweigern, könnte aufgehen.

Der britische Premierminister David Cameron hat nach einer Blitzumfrage das letzte TV-Event vor der Unterhauswahl für sich entschieden.

42 Prozent der Befragten sahen den konservativen Regierungschef als Sieger der Fragestunde am Donnerstagabend, 38 Prozent erachteten Herausforderer Ed Miliband von der oppositionellen Labour-Partei als den besseren Mann. Für Vize-Premier Nick Clegg von den derzeit mitregierenden Liberaldemokraten votierten 19 Prozent. Die Briten wählen am 7. Mai ein neues Unterhaus. 

Labour-Herausforderer Miliband schloss bei der live ausgestrahlten TV-Fragestunde eine Zusammenarbeit mit der schottischen Nationalpartei nach der Wahl aus. "Lieber habe ich keine von Labour geführte Regierung, als einen Deal oder eine Koalition mit der SNP einzugehen", sagte er. "Wir werden einen solchen Deal nicht haben." 

Umfragen sehen die wie Labour sozialdemokratisch ausgerichteten schottischen Nationalisten bei mehr als 50 Sitzen und damit als drittstärkste politische Kraft. Gemeinsam mit ihnen hätte Miliband rechnerisch vermutlich eine Chance zur Mehrheit. Auch Cameron hat derzeit nach Umfragen keine erfolgsversprechenden Bündnisoptionen. 

Cameron reagierte bei der Veranstaltung im nordenglischen Leeds auf Fragen zu möglichen Koalitionspartnern ausweichend. Er sagte, er werde in den verbleibenden sechs Tagen für eine absolute Mehrheit kämpfen. 

Die Kontrahenten waren nicht direkt aufeinandergetroffen, weil Cameron dies abgelehnt hatte. Stattdessen traten sie getrennt voneinander auf und stellten sich jeweils eine halbe Stunde den vorbereiteten Fragen des Publikums.   

dpa

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