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Nach Ansicht von Boris Johnson hat die EU katastrophale Fehler begangen.

"EU will Superstaat schaffen"

Londoner Ex-Bürgermeister vergleicht EU mit Hitler

London - Der ehemalige Londoner Bürgermeister und Brexit-Befürworter Boris Johnson hat der EU vorgeworfen, einen Superstaat schaffen zu wollen - und historische Vergleiche gezogen.

"Napoleon, Hitler, verschiedene Leute haben das versucht, und es endet (immer) tragisch", sagte Johnson der Sonntagausgabe des britischen "Telegraph", das in Teilen bereits am Samstagabend veröffentlicht wurde.

Was grundsätzlich fehle, sei die Loyalität zu der europäischen Idee. Es gäbe keine Autorität, die alle respektieren und verstehen würden. Daraus resultiere eine massives Demokratiedefizit.

Die EU habe katastrophale Fehler begangen. Das habe Spannungen zwischen den Mitgliedsstaaten verstärkt. Deutschland sei dadurch mächtiger geworden, habe die italienische Wirtschaft "übernommen" und Griechenland "zerstört".

Einer jüngsten Online-Umfrage zufolge halten die Briten Boris Johnson in der Debatte um einen EU-Austritt für sehr viel glaubwürdiger als Premierminister David Cameron, der für einen Verbleib in der EU wirbt. Demnach vertrauen 45 Prozent der Briten Johnson eher als Cameron. Nur 21 Prozent der Befragten sagten, sie würden Cameron eher vertrauen. Die Umfrage wurde von den Zeitungen "Sunday Mirror" und "Independent" in Auftrag gegeben.

dpa

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