Bei Großereignissen wie dem French Quarter Festival im April kommen viele Besucher in die Stadt New Orleans.
+
New Orleans ist die größte Stadt in Louisiana.

Roter Staat am Golf von Mexiko

US-Bundestaat Louisiana: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Louisiana ist ein US-Bundesstaat, dessen Wirtschaft von der Energieerzeugung dominiert wird. Die Wahlen gehen seit dem Jahr 2000 zugunsten der Republikaner aus.

  • Louisiana ist ein US-Bundesstaat am Golf von Mexiko.
  • Die Geschichte Louisianas prägen französische und englische Einflüsse.
  • Die Wahlen fallen seit 2000 stets gleich aus.

Baton Rouge – Im Süden der USA, direkt am Golf von Mexiko, liegt der US-Bundesstaat Louisiana mit der Hauptstadt Baton Rouge. Er zählt zu den Südstaaten der USA. Louisianas Lage an einer Flussmündung sorgt nicht nur für subtropisches Klima, sondern hat dem Staat zwei inoffizielle Beinamen beschert: „Bayou State“ und „Pelican State“. Der offizielle Name Louisianas geht hingegen auf Ludwig XIV. von Frankreich zurück. Historisch bedingt gibt es in Louisiana keine Amtssprache – es gelten Französisch und Englisch.

Louisiana – Gründung und Geschichte

Der Spanier Hernando de Soto erkundete das Golfgebiet als Erster: von 1539 bis 1542. Im Jahr 1682 führte der Franzose Robert Cavelier de La Salle die Erforschung fort – mit der Folge, dass Frankreich auf dem Gebiet des heutigen Louisianas eine Kolonie gründete. Ein Wendepunkt in der französischen Kolonialherrschaft war der Aufstand der Natchez-Indianer gegen die Franzosen von 1729 bis 1763. Die Auseinandersetzung schwächte die Wirtschaft Louisianas stark.

1803 kaufte der damalige US-Präsident Thomas Jefferson Frankreich die Kolonie ab. Die Gründung des heutigen Staates fand 1812 statt, als Louisiana zum 18. Bundesstaat der USA wurde. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865) war Louisiana Mitglied der Südstaatenunion.

Louisiana: Geografie und Städte

Der US-Bundesstaat grenzt an drei weitere: im Norden an Arkansas, im Westen an Texas und im Osten an Mississippi. Die südliche Grenze bildet der Golf von Mexiko. Louisiana hat eine Gesamtfläche von 134.264 Quadratkilometern – von denen allerdings 21.440 Quadratkilometer Gewässerflächen sind.

Diese sind der Grund dafür, dass Louisiana größtenteils aus Feuchtgebieten besteht. Die einzig nennenswerte Erhebung Louisianas ist der im Norden des Staates gelegene Driskill Mountain. In Louisiana liegen mehrere Städte. Die folgenden fünf sind anhand der Einwohnerzahlen (Stand: Census 2010) die größten:

  • New Orleans (343.829 Einwohner)
  • Baton Rouge (229.493 Einwohner)
  • Shreveport (199.311 Einwohner)
  • Lafayette (120.623 Einwohner)
  • Lake Charles (71.993 Einwohner)

Louisiana: Bevölkerung und Wirtschaft

In dem US-Bundesstaat am Golf von Mexiko leben 4,649 Millionen Menschen (Stand: US Census 2019). Die Mehrheit der Bevölkerung sind Weiße, deren Vorfahren überwiegend Franzosen oder Kreolen sind. Französisch ist heute aber nur noch für 4,7 Prozent die Muttersprache. Die Bevölkerungsgruppen sind folgendermaßen repräsentiert (Stand: US Census 2010):

  • Weiße: 32,0 Prozent
  • Afroamerikaner: 32,0 Prozent
  • Hispanics/Latinos: 1,5 Prozent
  • Indianer: 0,7 Prozent

Louisiana hat im Vergleich zu den anderen US-Bundesstaaten eine schwache Wirtschaft: 2017 war das mittlere Haushaltseinkommen das zweitniedrigste der USA. Schwerpunkt der Ökonomie ist der Sekundärsektor: Louisiana ist der zweitgrößte Erdöl- und Erdgasproduzent der USA. Im Primärsektor sind Fleisch-, Milch- und Fischerzeugnisse bedeutsam. Darüber hinaus ist der Tourismus wichtig.

Louisiana: So wählt der US-Bundesstaat

Im Vergleich mit den anderen Südstaaten ist Louisiana weniger konservativ: Erst seit 2000 entschieden die Republikaner regelmäßig die Wahlen für sich. Innerhalb des Bundesstaats zeigt sich ein Unterschied zwischen dem Wahlverhalten der Land- und Stadtbevölkerung: konservativ auf dem Land und demokratisch in der Stadt. Ein Merkmal dafür ist, dass New Orleans und Baton Rouge regelrechte Zentren des demokratischen Liberalismus sind.

Die Bürger von Louisiana hatten von 1900 bis 1952 durchgehend die Demokraten gewählt. 1956 lagen erstmals die Republikaner vorn. Von da an änderten sich die Ergebnisse immer wieder, bis Louisiana ab 2000 eindeutig zu einem „roten Staat“ wurde.

Auch interessant

Kommentare