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Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU

Über 34.000 Euro aus eigener Tasche

Spaenle zahlt Gelder für seine Frau an Landtag zurück

München - Kultusminister Ludwig Spaenle zahlt die Gelder für seine Frau aus eigener Tasche zurück. Sein Chef Horst Seehofer sagt: Die anderen sollen dem Beispiel folgen.

Die Abgeordneten-Affäre hat für die Minister und Staatssekretäre in Bayerns Regierung hohe finanzielle Folgen. KultusministerLudwig Spaenle (CSU) kündigte gegenüber dem Münchner Merkur an, alle Zahlungen an seine Frau seit seinem Amtsantritt als Minister 2008 rückzuerstatten – deutlich über 34.000 Euro. Er habe die Situation zu Beginn der Legislaturperiode nicht richtig eingeschätzt, sagte Spaenle am Abend. "Das war nicht angemessen. Ich zahle die Netto-Beträge an den Landtag zurück." Spaenle hatte sich bereits vor einigen Tagen öffentlich entschuldigt.

Ministerpräsident Horst Seehofer sagte unserer Zeitung, Spaenles Vorgehen sei ein „guter Weg“. Er erwarte, dass das im Kabinett Fortsetzung finde. Das allerdings bedarf wohl noch eines sanften Hinweises an die Minister und Staatssekretäre.

Politiker und ihre Affären

Politiker und ihre Affären

Ministerkollege Helmut Brunner sagte, er plane derzeit nichts in diese Richtung. Auch betroffene Staatssekretäre im Kabinett reagierten überrascht.

Ministerin Beate Merk allerdings, die ihre Schwester zwischen 2010 und 2013 (legal) als Aushilfe im Büro beschäftigte, kündigte an, dem Beispiel zu folgen. Sie sei voll einverstanden und handle auch entsprechend, sagte sie dem Merkur.

cd

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