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Denkmalschützer sollen freundlicher sein - will zumindest Ludwig Spaenle.

Denkmalschützer sollen netter zu den Bürgern sein

München - Über Geschmack lässt sich streiten. Das gilt auch für den Denkmalschutz. Ludwig Spaenle hat jetzt einen Plan gegen Konflikte zwischen Bürgern und Denkmalschützern.

Sind Betonbunker aus den 60er und 70er Jahren schützenswert? Oder sollen sie am Besten abgerissen werden, weil sie ein großer Teil der Bevölkerung inzwischen einfach nur hässlich findet? Um diese Frage wird es künftig wohl öfters gehen.

Denn die Denkmalschützer überlegen inzwischen auch, Gebäude aus der jüngeren Vergangenheit unter Denkmalschutz zu stellen. „Es geht um Gebäude aus den sechziger und siebziger Jahren, die manch einem scheußlich vorkommen“, sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) dazu.

In der Staatskanzlei überlegt man jetzt schon, wie mit den Konflikten umgegangen werden kann: Die Denkmalschützer sollen netter zu den Bürgern sein. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) verordnet den bayerischen Denkmalschützern ein bürgerfreundliches Auftreten. „Der klare Grundsatz lautet mit und nicht gegen die Bevölkerung“, sagte Marcel Huber (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Spaenle habe im Kabinett einen „Philosophiewechsel“ von der Genehmigungsbehörde zur Beratungsstelle angekündigt, so Huber.

Seit Jahren gibt es immer wieder Konflikte zwischen Hausbesitzern und Denkmalschützern. Grund sind die teuren Auflagen, die die Denkmalschützer den Eigentümern geschützter Gebäude machen. Der Denkmalschutz werde „sehr ambivalent“ empfunden, sagte Staatskanzleichef Huber dazu. Ärger gibt es häufig auch bei „Bodendenkmälern“ - Behördensprech für archäologische Fundstellen, die ebenfalls geschützt sind.

dpa

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