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Angriff auf Schulbus in Jemen

Etliche Kinder unter den Opfern

Internationale Kritik nach Luftangriff auf Schulbus: Jetzt reagiert Saudi-Arabien

Es traf schon Hochzeiten und Trauerfeiern: Immer wieder kommt es im Jemen zu schweren Bombardements auf Zivilisten. Nun hat es offensichtlich einen Schulbus mit Kindern getroffen.

Update 10. August, 16.19 Uhr

Sanaa - Nach internationaler Kritik will eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition den verheerenden Angriff auf einen Schulbus mit Kindern im Jemen untersuchen. Die Umstände der Operation würden aufgearbeitet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf eine Quelle in dem Bündnis. Ergebnisse würden so bald wie möglich veröffentlicht.

Luftangriff auf Schulbus: Mindestens 47 Tote im Jemen

Ein Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen hat dem von Rebellen kontrollierten Gesundheitsministerium zufolge mindestens 47 Menschen getötet. Viele der Toten und der mehr als 77 Verletzten des Bombardements am Donnerstag nördlich der Hauptstadt Sanaa seien Kinder und Teenager, sagte Sprecher Jussef al-Hadri der Deutschen Presse-Agentur. Das Rote Kreuz spricht von mindestens 29 getöteten Kindern. 

Anwohner sagten, der Bus habe Kinder in eine Sommerschule fahren sollen. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes sprach in einem Tweet von Dutzenden Toten sowie Verletzten, die in einem Krankenhaus behandelt würden.

Konflikt im Jemen: 10.000 Tote seit 2015

Das Ministerium machte für den Angriff ein saudi-arabisch geführtes Militärbündnis verantwortlich, das im Jemen die Lufthoheit hat. Seit mehr als drei Jahren bombardiert es Stellungen der Huthi-Rebellen im Bürgerkriegsland und tötete dabei Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten. Seine Bombardements trafen unter anderem Hochzeiten, Trauerfeiern oder belebte Märkte. Seit der Eskalation des Konfliktes 2015 sind insgesamt mehr als 10 000 Menschen getötet worden, darunter Tausende Zivilisten.

Jemen-Konflikt: Größte humanitäre Krise weltweit?

Die saudische Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Landes bei ihrem Kampf gegen die Rebellen, die weite Teile im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Erst vor einer Woche hatte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, die ersten Friedensgesprächen seit zwei Jahren angekündigt. Er wolle die Konfliktparteien zum 6. September nach Genf einladen. Unterdessen tobt der Krieg im Jemen weiter. Hilfsorganisationen bezeichnen die Lage in dem bitterarmen Land als derzeit größte humanitäre Krise weltweit.

Lesen Sie auch: Hilfsorganisationen befürchten Hungersnot im Jemen - Ärzte ohne Grenzen stellt Arbeit ein

dpa

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