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„Hauptsache, ihnen ist warm“: Lukaschenko macht sich in Holzhack-Video über Europas Energiekrise lustig

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Von: Franziska Schwarz

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Ukraine-Krieg: Lukaschenko hackt Holz
Hat noch viel Holz zu hacken: Alexander Lukaschenko (r.) © Screenshot: Twitter @visegrad.24

Belarussischer Humor? Der Putin-Freund Lukaschenko steht im Wald und spricht dabei über die Energiekrise in Europa.

München - Ein Pferd reiten. Einen Fisch an den Haken kriegen. Holz hacken. Alles symbolträchtig „männliche“ Tätigkeiten. Die ersten zwei beansprucht, zumindest ikonographisch, bereits Wladimir Putin für sich. Unvergessen, dass er sie auch noch mit freiem Oberkörper ausübte. Als Holzfäller aber inszenierte sich jetzt sein Freund Alexander Lukaschenko. Allerdings mit gefütterter Weste.

Der belarussische Machthaber machte sich dabei allerdings über die Sorgen in Europa wegen der Energiekrise lustig. „Wir werden Europa nicht erfrieren lassen“, sagt Lukaschenko in dem Video, das am Mittwoch (14. September) das belarussische Staatsfernsehen ausstrahlte. „Wir werden unseren Brüdern helfen“, fügt Lukaschenko hinzu. „Vielleicht helfen sie uns eines Tages auch.“ Im Folgenden der Clip, Lukaschenko ist der Mann rechts im Bild:

Energiekrise wegen Ukraine-Krieg: Putin-Freund Lukaschenko reagiert mit kuriosem Video

„Die Europäer können im Moment nicht wählerisch sein. Tanne oder Birke - Hauptsache, ihnen ist warm“, sagt Lukaschenko, während er mit einer Axt vor einem großen Holzstapel steht. Der wegen der Unterdrückung der Opposition vom Westen mit Sanktionen belegte Lukaschenko ist ein Verbündeter Putins. Mehr noch: Er ist nach Experteneinschätzungen finanziell und politisch stark von Russland abhängig. Früher in diesem Jahr musste Lukaschenko Spekulationen über eine Art Anschluss Belarus‘ an Russland dementieren.

Den Überfall auf die Ukraine hatte Russland im Februar aus mehreren Richtungen gestartet, auch von belarussischem Territorium aus. Weil Russland seine Gaslieferungen nach Europa im Ukraine-Krieg mittlerweile weitgehend eingestellt hat, wird im Winter eine Energiekrise befürchtet. (AFP/frs)

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