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Der polnische Lkw-Fahrer wurde von Anis Amir getötet, verhinderte davor aber womöglich ein noch größeres Blutbad.

Getöteter polnischer Lkw-Fahrer

Welle der Hilfsbereitschaft für Familie von Lukasz Urban

Warschau - Nach dem Berliner Terroranschlag wollen Deutsche und Polen der Familie des getöteten polnischen Lkw-Fahrers helfen. Der verhinderte wohl noch Schlimmeres.

„Wir kriegen Unmengen an Anfragen, wie man die Familie unseres Kollegen Lukasz finanziell unterstützen kann“, schrieb Ariel Zurawski, Speditionsbesitzer und Cousin des Opfers, auf der Facebookseite des Unternehmens bei Stettin. 

Der 37-Jahre alte Fahrer, dessen Wagen der Täter wohl am Montag kidnappte und anschließend in die Menge auf dem Weihnachtsmarkt lenkte, hinterlässt seine Frau und einen 17 Jahre alten Sohn. „Wir danken für jedes gute Wort, jeden Rat und jede Hilfe“, schrieb Zurawski. „Es ist unglaublich, was für eine Kraft in Menschen steckt.“

Berichten zufolge soll der Pole dem Terrorverdächtigen ins Lenkrad gegriffen und dadurch möglicherweiseein größeres Blutbad verhindert haben. Nach der Tat wurde er erschossen in der Fahrerkabine aufgefunden. Für diese mögliche Heldentat sollte der Lkw-Fahrer nach Meinung vieler Internetnutzer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Dafür starteten sie im Netz eine Online-Petition. „Er ist ein Held, der viele Menschen in Deutschland gerettet hat“, heißt es in den Kommentaren unter dem Antrag, der bereits mehr als 600 Unterstützer hat. Das Bundesverdienstkreuz kann auch posthum verliehen werden.

Alle aktuellen Informationen und Entwicklungen zu dem Anschlag in Berlin finden Sie in unserem News-Blog und auf unserer Themen-Seite.

dpa

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