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Außenminister Maas will mit Erdogan nicht nur Nettigkeiten austauschen.

Konfliktthemen sollen auf den Tisch

Maas kündigt an: Beim Erdogan-Besuch wird Tacheles geredet

Die Bundesregierung wird nach Darstellung von Außenminister Heiko Maas beim geplanten Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch konfliktreiche Themen ansprechen.

Berlin - „So gibt es nach wie vor deutsche Staatsbürger, die in der Türkei im Gefängnis sitzen. Wir können überhaupt nicht nachvollziehen, wieso das so ist“, sagte der SPD-Politiker dem Kölner Stadt-Anzeiger. Auch die militärischen Aktivitäten in und um Afrin im Nordwesten Syriens würden ein Thema sein. „Gleichzeitig ist aber auch klar: Wir wollen eine weitere Normalisierung unseres wechselseitigen Verhältnisses“, betonte Maas.

Erdogan wird voraussichtlich im Herbst zu einem Besuch nach Deutschland kommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den gerade wiedergewählten türkischen Präsidenten eingeladen. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Auch die Frage, ob es sich um einen Staatsbesuch mit allen protokollarischen Ehren handeln wird, ist noch unbeantwortet.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag), Deutschland müsse den Besuch für einen offenen und kritischen Austausch nutzen. „Wir müssen Probleme bei Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit immer transparent ansprechen, auch in diesem Fall.“

dpa

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