Anschlag in Berlin

Maas entschuldigt sich bei Terror-Hinterbliebenen und gesteht großen Fehler

Ein Jahr nach dem Terroranschlag von Berlin hat sich Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bei Opfern und Hinterbliebenen dafür entschuldigt, dass die Politik nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Angriffs vorbereitet war.

Berlin - In einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ bekräftigte er am Dienstag zudem, dass eine Koordinierungsstelle in einem Ministerium eingerichtet werden sollte, damit Opfer und Angehörige bei einem künftigen Anschlag sofort einen direkten Ansprechpartner auf Bundesebene hätten. Einen entsprechenden Vorschlag hatte auch der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck, unterbreitet.

„Wir waren nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Terroranschlags für die Betroffenen vorbereitet. Dafür können wir uns bei den Opfern und Hinterbliebenen nur entschuldigen“, schrieb Maas. Der SPD-Politiker folgte zudem den Vorschlägen Becks nach einer besseren finanziellen Unterstützung für Verletzte und Hinterbliebene sowie nach einer einheitlichen Entschädigung unabhängig von Nationalität und benutzter Tatwaffe.

Das könnte Sie auch interessieren: Spätes Zeichen: Merkel zeigt Berliner Terroropfern Mitgefühl

Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland waren am 19. Dezember 2016 zwölf Menschen getötet worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump im Krankenhaus: Rätselraten um Gesundheit des Präsidenten - Weißes Haus mit klarem Statement
Ist Donald Trump krank oder war es nur reine Routine? Der US-Präsident ließ sich in einem Militärkrankenhaus untersuchen. jetzt veröffentlichte das Weiße Haus ein …
Trump im Krankenhaus: Rätselraten um Gesundheit des Präsidenten - Weißes Haus mit klarem Statement
Siedlungsbau im Westjordanland: EU auf Distanz zu den USA
Die US-Regierung betrachtet den israelischen Siedlungsbau im Westjordanland nicht mehr kategorisch als völkerrechtswidrig. Die EU will ihrem Partner nicht folgen.
Siedlungsbau im Westjordanland: EU auf Distanz zu den USA
CDU-Spitze gegen Kopftücher schon für kleine Mädchen
Berlin (dpa) - Muslimische Mädchen sollten in der Grundschule und der Kita aus Sicht der CDU-Spitze kein Kopftuch tragen.
CDU-Spitze gegen Kopftücher schon für kleine Mädchen
Hongkong: Universität nach wie vor verbarrikadiert - viele minderjährige Protestler
Noch rund 100 Studenten verbarrikadieren sich in der Hongkonger Universität. 600 haben den Campus verlassen. Unbekannt ist die Anzahl von Festnahmen.
Hongkong: Universität nach wie vor verbarrikadiert - viele minderjährige Protestler

Kommentare