+
Facebook hatte angekündigt, mit erheblich mehr Mitarbeitern gegen Hasskommentare vorgehen zu wollen. Foto: Andrew Gombert

Maas: Facebook muss viel stärker gegen Hetze vorgehen

Berlin (dpa) - Für Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geht Facebook weiterhin zu langsam gegen Hetze und Hasskommentare im sozialen Netzwerk vor. "Das muss noch besser werden", sagte Maas am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Facebook sei verpflichtet, strafbare Inhalte vom Netz zu nehmen. "Wenn sie das nicht tun, dann wird es sie irgendwann auch in den Konflikt mit dem Gesetz bringen."

Facebook bemühe sich immerhin, entschiedener gegen extremistische Postings vorzugehen. "Es ist tatsächlich besser geworden. Aber wir haben nie behauptet, dass wir das Problem auf einen Schlag erledigt bekommen." Man habe mit dem Unternehmen vereinbart, dass es solche Kommentare innerhalb von 24 Stunden löschen soll. In der Praxis geschehe dies aber noch zu selten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte bei seinem Berlin-Besuch Ende Februar Versäumnisse seines Unternehmens im Umgang mit Hasskommentaren eingeräumt. Er kündigte damals an, mit erheblich mehr Mitarbeitern gegen hetzerische Einträge und Kommentare vorzugehen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Le Pen in Koblenz: "Wir erleben das Ende einer Welt"
Koblenz (dpa) - Die Präsidentschaftskandidatin der rechtsextremen französischen Partei Front National, Marine Le Pen, hat den Aufstieg der europäischen Rechten als …
Le Pen in Koblenz: "Wir erleben das Ende einer Welt"
Maas und Kauder: AfD zeigt rechtsradikales Gesicht
Berlin - Nach der umstrittenen Rede des AfD-Politikers Björn Höcke zum Umgang mit der NS-Vergangenheit hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Partei scharf …
Maas und Kauder: AfD zeigt rechtsradikales Gesicht
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Wien (dpa) - Die vereitelte Terrorattacke in Wien soll kurz bevorgestanden haben. Es gebe "Hinweise, dass ein solcher Anschlag sehr zeitnah geplant" war, sagte der …
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Verhinderter Terroranschlag in Wien: Beunruhigende neue Details
Wien - Die geplante Terrorattacke in Wien eines am Freitag verhafteten 18-jährigen Österreichers mit Migrationshintergrund stand offenbar kurz bevor.
Verhinderter Terroranschlag in Wien: Beunruhigende neue Details

Kommentare