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Gerät unter Beschuss: Finanzminister Schäuble wirft Bundesjustizminister Maas vor, sich mit Äußerungen zum Sexualrecht in ein laufendes Strafverfahren eingeschaltet zu haben. Foto: Michael Kappeler

Maas-Ministerium weist Einschaltung in Fall Gina-Lisa zurück

Berlin (dpa) - Das Bundesjustizministerium hat Kritik von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an Ressortchef Heiko Maas (SPD) im Fall Gina-Lisa Lohfink zurückgewiesen. "Wir und der Minister haben sich selbstverständlich niemals zu irgendeinem laufenden Verfahren geäußert", sagte ein Maas-Sprecher.

Schäuble hatte einem unwidersprochenem Bericht zufolge das Verhalten von Maas in dem Fall des Models im CDU-Präsidium kritisiert und dem Minister den Rücktritt nahegelegt. Der Vorwurf lautet: Maas habe sich im Juni mit Äußerungen zum Sexualrecht in das laufende Strafverfahren eingeschaltet.

Ein Sprecher Schäubles sprach von "angeblichen Äußerungen" Schäubles, die er nicht kommentieren wolle. Maas hatte sich im Juni in zeitlichem Zusammenhang zum Fall Lohfink für ein härteres Sexualstrafrecht ausgesprochen. Lohfink wurde inzwischen zu 20 000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie zwei Männer - nach Überzeugung der Richter zu Unrecht - der Vergewaltigung beschuldigt hatte.

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