+
Fotos erinnern im Kigali Genocide Memorial Center an die Getöteten. Foto: Michael Kappeler

Rund 800.000 Tote

Ruandas Präsident: Nach dem Genozid gab es "keine Hoffnung"

Mit Gedenkfeierlichkeiten im ganzen Land hat Ruanda am 25. Jahrestag des Völkermords von 1994 gedacht.

Kigali - Nach dem Genozid habe es "keine Hoffnung gegeben, aber die Arme unserer Menschen haben geholfen, die Nation wieder aufzubauen", sagte Präsident Paul Kagame bei der offiziellen Gedenkveranstaltung in Kigali.

Zuvor hatte der Staatschef einen Kranz in der Völkermord-Gedenkstätte in Kigali niedergelegt, in der rund 250.000 Opfer des Genozids begraben sind. Etliche ausländische Gäste nahmen daran teil, darunter auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Das Gedenken an die Opfer habe ihn zutiefst berührt, sagte er.

Der Völkermord nahm unvorstellbare Ausmaße an

Jedes Jahr am 7. April wird an den Völkermord von 1994 erinnert, in dem Vertreter der Hutu-Mehrheit Angehörige der Tutsi-Minderheit sowie gemäßigte Hutu töteten. Das Massaker wurde nach rund 100 Tagen beendet, als die im Exil von Tutsi gegründete Ruandische Patriotische Front (RPF) mit Kagame an der Spitze aus Uganda einmarschierte. Die Weltgemeinschaft schaute weitgehend weg.

Seitdem hat das ostafrikanische Land unter Kagame eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und eine große Versöhnung erzielt, allerdings werden in Ruanda auch die Medien, Meinungsfreiheit und die Zivilgesellschaft eingeschränkt. Menschenrechtler kritisieren dies.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Europäischer Gerichtshof verkündet Urteil zur deutschen Pkw-Maut
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird am Dienstag sein mit Spannung erwartetes Urteil zur deutschen Pkw-Maut verkünden.
Europäischer Gerichtshof verkündet Urteil zur deutschen Pkw-Maut
Trump wirft „New York Times" Hochverrat vor
US-Präsident Donald Trump hat der "New York Times" nach einem Bericht zu mutmaßlichen digitalen US-Eingriffen in das russische Stromnetz "Hochverrat" vorgeworfen.
Trump wirft „New York Times" Hochverrat vor
Nächste Absage: Heil will nicht für SPD-Vorsitz kandidieren
Berlin (dpa) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will sich nicht um den Posten des SPD-Vorsitzenden bewerben. "Ich habe nicht vor, zu kandidieren - ich weiß aber, wen …
Nächste Absage: Heil will nicht für SPD-Vorsitz kandidieren
Trump beschuldigt Iran nach Tanker-Attacke: Experte mit dramatischer Warnung
Nach den Angriffen auf zwei Öltanker vor dem Oman scheint der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren. Wir haben mit dem Amerika-Experten Dr. Andreas Etges …
Trump beschuldigt Iran nach Tanker-Attacke: Experte mit dramatischer Warnung

Kommentare