1. Startseite
  2. Politik

Klatsche für Hans-Georg Maaßen: Umstrittener CDU-Kandidat beklagt „linke Propaganda“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lena Bammert

Kommentare

Hans-Georg Maaßen (CDU) spricht
Hans-Georg Maaßen (CDU) verpasst den Einzug in den Bundestag. Er gesteht seine Niederlage ein © ari/IMAGO

Hans-Georg Maaßen verpasst sein Direktmandat und wird dem Bundestag damit nicht angehören. Seine Kandidatur galt als umstritten.

Update vom 27. September, 06.40 Uhr: Hans-Georg Maaßens Kandidatur für den deutschen Bundestag ist gescheitert. Der umstrittene CDU-Kandidat muss sich in seinem südthüringischen Wahlkreis dem SPD-Mann Frank Ullrich geschlagen geben. Maaßen konnte den ersten Ergebnissen zufolge nur 22,3 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen, sein SPD-Kontrahent gewinnt mit 33,6 Prozent der Stimmen klar. Die AfD folgt mit 21,2 Prozent.

Hans-Georg Maaßen bedankte sich noch am Wahlabend auf Twitter für die Unterstützung seiner Wahlkämpfer und beklagte „linke Propaganda“. Der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes machte mit Rechtsaußen-Aussagen im Wahlkampf Schlagzeilen, sodass ihm Kritiker eine Nähe zu rechtsradikalem Gedankengut nachsagten. Auch innerhalb der Union gilt Maaßen als umstritten.

Hans-Georg Maaßen: Kandidatur des umstrittenen CDU-Politikers gescheitert

Erstmeldung vom 26. September, 22 Uhr: Südthüringen - Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 rechnete man ihm eigentlich gute Chancen auf den Einzug in den Bundestag ein. Mittlerweile steht ziemlich sicher fest: Hans-Georg Maaßen hat verloren. Nach Auszählung von mehr als 400 der 418 Wahlbezirke liegt sein Kontrahent, der SPD-Kandidat und frühere Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich deutlich vorne.

Hans-Georg Maaßen: Rechtsaußen-Äußerungen im Wahlkampf

Maaßen trat für die Union im Wahlkreis 196 in Südthüringen an. Die Kandidatur des Ex-Verfassungsschutz-Chefs war umstritten, die Bundes-CDU positionierte sich nie klar zu Maaßen, der sich während seines Wahlkampfs unter anderem gegen eine Verfassungsschutz-Beobachtung von Parteien aussprach. Durch seine Rechtsaußen-Äußerungen gelangte der 58-Jährige immer wieder in die Schlagzeilen. Geholfen hat ihm das wohl nicht. Nach Auszählung eines Großteils der Wahlkreise kommt Maaßen gerade einmal auf 22,3 Prozent der Stimmen. SPD-Kandidat Ullrich liegt mit 33,6 Prozent in weiter Ferne, eine Aufholjagd erscheint nicht plausibel. Im Gegenteil: Maaßen könnte noch weiter abrutschen, der AfD-Kandidat Jürgen Treutler kommt derzeit auf 22,3 Prozent.

Im Vorfeld der Wahl entschieden sich die Grünen für einen gewagten Schritt. Sie riefen dazu auf, die Erststimme an den SPD-Kandidaten Ullrich zu geben. Die Wahl Ullrichs würde die Demokratie schützen und verhindern, dass eine „nach rechts außen offene Stimme“ in den Bundestag einzöge - so äußerte sich der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, zweieinhalb Wochen vor der Wahl gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. (leb/dpa)

Auch interessant

Kommentare