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Theresa May kommt, David Cameron geht.

Queen gibt ihren Segen

Machtwechsel in London: Cameron geht, May kommt

London - David Cameron geht, Theresa May kommt: Am Mittwoch kommt es zum Machtwechsel in London. Die Queen muss David Cameron von seinen Amtspflichten erlösen und Theresa May den Segen geben.

Fast drei Wochen nach dem historischen Brexit-Votum kommt in Großbritannien der Machtwechsel. Nach dem Rücktritt von Premier David Cameron übernimmt die Konservative Theresa May die Regierung. Ihre wichtigste Aufgabe für die nächsten Monate dürfte es sein, negative wirtschaftliche Folgen durch den Brexit zu mildern und den Austritt aus der EU zu managen.

Cameron, der mit dem Rücktritt die Konsequenz aus seiner Niederlage beim EU-Referendum am 23. Juni zog, wird am Mittwoch gegen Mittag im Unterhaus Rede und Antwort stehen. Nach dieser letzten Fragestunde als Premier überreicht er Königin Elizabeth II. das Rücktrittsgesuch.

Theresa May fährt in den Buckingham-Palast

Unmittelbar danach fährt auch May in den Buckingham-Palast. Die Queen muss sie zur Premierministerin ernennen, was allerdings als reine Formsache gilt. Nach dieser Zeremonie übernimmt May offiziell den Regierungs-Amtssitz Downing Street 10.

Der Wechsel in London vollzieht sich damit wesentlich rascher als zuvor geplant. Bereits am Donnerstag oder Freitag könnte May Minister ernennen, hieß es. Forderungen der Opposition nach raschen Neuwahlen ließ sie erneut eine Absage erteilen. Das sei derzeit kein Thema, hieß es in ihrem Umkreis.

May, die bisherige Innenministerin, ist 59 Jahre alt. Seit 40 Jahren sei kein britischer Premierminister zum Amtsantritt so alt wie May gewesen, berichtet der Sender BBC. May ist seit dem Rücktritt von Margaret Thatcher 1990 die erste Frau, die in London regiert.

May gilt als Hardliner beim Thema Migration und will die Zahl der Einwanderer begrenzen - auch die Zahl der EU-Migranten. Ihre schwierigste Aufgabe aber dürfte es sein, ihr Land aus der EU zu führen. Wann offizielle Austrittsgespräche mit Brüssel beginnen, ist derzeit unklar - die EU will keine Zeit verlieren.

Partei scheiterte beim EU-Referendum

In der Labour-Partei schlägt die Führungskrise in offenen Aufruhr gegen den Vorsitzenden Jeremy Corbyn um. Die Abgeordnete Angela Eagle ist bereit, in einer Urwahl der Parteibasis gegen den 67-jährigen Parteilinken anzutreten. Corbyn weist bisher alle Rücktrittsforderungen strikt zurück.

Kritiker werfen ihm vor, die Partei sei unter seiner Führung bei jüngsten Wahlen und beim EU-Referendum gescheitert. Corbyn macht geltend, die Basis habe ihn erst im September 2015 mit über 60 Prozent an die Parteispitze gewählt.

Welche Folgen der Brexit für Deutschland hat, können Sie hier nachlesen.

dpa

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