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Richard Ferrand.

Weitere Einzelheiten bekannt

Macron-Vertrauter Ferrand: Neue Vorwürfe in Immobilienaffäre

In der Immobilienaffäre um den französischen Wohnungs- und Städtebauminister Richard Ferrand (54), einen Vertrauten des Präsidenten Emmanuel Macron, sind neue Einzelheiten bekanntgeworden.

Paris - Wie der Nachrichtensender BFMTV am Donnerstag berichtete, war bei dem umstrittenen Immobiliengeschäft in der Bretagne auch öffentliches Geld im Spiel - das war bisher nicht bekannt.

Ein Sprecher von Ferrands Partei „La République en Marche!“ (REM) sagte laut Nachrichtenagentur AFP, es habe sich um übliche Praktiken gehandelt. Der Generalsekretär der konservativen Republikaner, Bernard Accoyer, forderte nach einer Erklärung Ermittlungen der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft.

Die Affäre ist delikat, denn Ferrand ist Generalsekretär von REM und ein enger Vertrauter von Präsident Emmanuel Macron. Ferrand soll als damaliger Chef der Mutuelles de Bretagne (Krankenversicherungsvereine der Bretagne) seine Lebensgefährtin bei einer Immobilienvermietung bevorzugt haben. Nach den Informationen des Senders sollen die Mutuelles öffentliche Gelder in Höhe von 55.000 Euro erhalten haben, um sich in der Immobilie einzurichten. Die Staatsanwaltschaft in Brest hatte vor einer Woche Vorermittlungen eingeleitet. Ferrand hatte Vorwürfe eines Interessenkonflikts mehrfach zurückgewiesen.

Die Ferrand-Affäre schmälert die sehr guten Aussichten von REM für die Parlamentswahl an diesem Sonntag und am 18. Juni nicht. Umfragen erwarten, dass die Macron-Partei und die verbündete MoDem-Partei eine satte Mehrheit in der Nationalversammlung bekommen.

dpa

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