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Richard Ferrand wurde zum neuen Vorsitzenden der französischen Nationalversammlung gewählt.

Am Mittwoch gewählt

Macron-Vertrauter trotz Immobilienaffäre neuer Parlamentspräsident

Ungeachtet von Justizermittlungen tritt ein Vertrauter von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Posten des Parlamentspräsidenten an

Paris - Die Pariser Nationalversammlung wählte Richard Ferrand am Mittwoch mit der Mehrheit der Regierungsstimmen zu ihrem neuen Vorsitzenden. Gegen den 56-Jährigen laufen Vorermittlungen in einer Immobilienaffäre.

Ferrand setzte sich mit 254 Stimmen wie erwartet gegen vier Gegenkandidaten durch, erhielt aber nicht alle Stimmen aus dem Regierungslager. Er leitete bisher die Fraktion der Regierungspartei La République en Marche (LREM, Die Republik in Bewegung) in der Nationalversammlung. Nun bekleidet er das viertwichtigste Amt im Staate.

Ferrand tritt die Nachfolge von François de Rugy an, den Macron vergangene Woche ins Umweltministerium berufen hatte. Die Neuordnung wurde durch den Rücktritt des beliebten Umweltministers Nicolas Hulot nötig.

Ferrand gilt als Macron-Vertrauter der ersten Stunde; der frühere Sozialist engagierte sich im Präsidentschaftswahlkampf in vorderster Reihe für den heutigen Staatschef und war auch maßgeblich am Aufbau von dessen neuer Partei beteiligt, die 2017 aus dem Stand die absolute Mehrheit in Frankreich holte.

Seinen Posten als Minister für den territorialen Zusammenhalt legte Ferrand dann aber im Zuge der Immobilienaffäre nieder und wechselte im Juni 2017 als Fraktionschef der Präsidentenpartei ins Parlament. Die Justiz verdächtigt Ferrand, als früherer Leiter einer Versicherung seiner Lebensgefährtin und ihrer Gesellschaft ein Sanierungsprojekt zugeschanzt zu haben.

afp

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