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Merkur-Redakteur Til Huber.

Kommentar

Mäßige Werte für Seehofer: Weitermachen, aber warum?

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) macht weiter - aber die Umfragewerte ändert das nicht. Ist das kollektiver Undank? Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Til Huber.

Wo sind die Jubelrufe, wo die Dankzeremonien? Nur ein knappes Drittel der Bayern freut sich laut einer Umfrage, dass Horst Seehofer über 2018 hinaus als Ministerpräsident weitermachen will. 37 Prozent finden das sogar schlecht. Na gut, vielleicht keine Zeremonien. Aber ein bisschen mehr hätte sich Seehofer dann wahrscheinlich schon erwartet. Immerhin sind doch laut derselben Umfrage 60 Prozent mit ihm zufrieden. Kollektiver Undank?

In den Zahlen steckt eine auch von Seehofer propagierte politische Weisheit: Nicht für die Vergangenheit wirst du gewählt, sondern für die Zukunft. Sie zeigen: Weder Bundestagswahl noch Landtagswahl sind für den CSU-Chef das, was man eine „gmahde Wiesn“ nennt. Er mag derzeit der Stärkste in seiner Partei sein. Dass er für die Zukunft der Richtige ist, muss er noch beweisen.

In der CSU wurde in der Vergangenheit viel über den mangelnden Enthusiasmus Angela Merkels gemosert. Zu Recht! Was die Kanzlerin bisher in Interviews zur Zukunft des Landes in Aussicht stellt, ist zu wenig. Dabei wurde in der Partei bisher ein wenig übersehen: Die Weisheit gilt auch für Seehofer.Dass er weitermachen will, wissen die Menschen nach einer monatelangen Hängepartie. Nun wollen sie erfahren: warum?

Lesen Sie auch: Umfrage zu Seehofers Kandidatur: So viele sind dafür

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