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Bundespräsident Christian Wulff und seine Gattin Bettina.

Magazin: Wulff wollte Pressekonferenz mit seiner Frau

Berlin - Bundespräsident Christian Wulff hat nach Informationen von „stern.de“ in seinem Anruf auf der Mobilbox von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann angekündigt, im Konflikt mit dem Blatt selbst an die Öffentlichkeit gehen zu wollen.

Er werde am 14. Dezember - also zwei Tage nach dem Anruf - in Berlin zusammen mit seiner Frau Bettina eine Pressekonferenz geben, heißt es „stern.de“ zufolge in der Aufzeichnung des Anrufs. Dabei werde es um die Methoden der „Bild“-Zeitung gehen. Tatsächlich hat es eine solche Pressekonferenz nie gegeben.

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„stern.de“-Chefredakteur Frank Thomsen ließ auf dpa-Anfrage offen, aus welchen Quellen die wiedergebenen Äußerungen Wulffs stammen. Das Bundespräsidialamt nahm zu dem Bericht keine Stellung, ebenso die „Bild“-Zeitung, die auf eine am Freitag verbreitete Erklärung verwies. Darin hatte die Chefredaktion ihre Entscheidung bekräftigt, die Aufnahme nicht ohne eine vom Verlag erbetene Zustimmung des Bundespräsidenten zu veröffentlichen. Wulff hat diese Zustimmung nicht erteilt.

Bekannt ist, dass der Bundespräsident während einer Auslandsreise durch mehrere Golfstaaten am 12. Dezember bei Diekmann wegen eines von „Bild“ geplanten Artikels zur Finanzierung seines Eigenheims bei Hannover anrief. Wulff hatte in seinem TV-Interview am Mittwoch erklärt, er habe in dem Anruf um eine Verschiebung des Berichts gebeten. Die „Bild“-Zeitung teilte dagegen mit, er habe die Berichterstattung nicht nur hinauszögern, sondern verhindern wollen.

dpa

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