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Franz Maget will spätestens 2010 als SPD-Landtagsfraktionschef zurücktreten.

Maget schließt schnellen Rückzug nicht aus

Bad Windsheim - SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget hat einen schnellen Rückzug von seinem Amt schon in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen.

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Franz Maget - der ewige Optimist gibt auf

Die Entscheidung liege bei der Fraktion, er sei auch für diese Möglichkeit offen, sagte Maget am Mittwoch vor Beginn einer dreitägigen Klausur der Landtagsfraktion in Bad Windsheim. Zuletzt hatte es lediglich geheißen, Maget wolle sein Amt bis spätestens 2010 abgeben. Der 55-Jährige betonte aber, er wolle sein Landtagsmandat behalten. Schließlich habe er bei der Wahl 2008 das letzte SPD-Direktmandat geholt. "So was wirft man nicht weg."

Maget wollte mit seiner Fraktion am Nachmittag über den Zeitplan für eine personelle Neuaufstellung sprechen. Er betonte dabei, die Entscheidung, dass es schneller als geplant eine neue Fraktionsspitze geben solle, sei nicht am Abend der Bundestagswahl oder danach gefallen, sondern schon im Juli und August.

Maget verwies darauf, dass er bereits seit neun Jahren Fraktionschef sei. Damit sei er bundesweit einer der dienstältesten SPD-Fraktionsvorsitzenden. Und eine Fraktion brauche eben ab und an Veränderungen an der Spitze. Nach dem SPD-Fiasko bei der Bundestagswahl will die Fraktion nach Angaben Magets auch über eine inhaltliche Neuausrichtung diskutieren. Unter anderem solle die Frage der sozialen Gerechtigkeit noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. "Unsere Vision ist die eines gerechten Bayern, in dem alle die Chance haben, ihre Zukunft zu gestalten."

Nötig sei angesichts des dramatisch schlechten Wahlergebnisses ausreichend Selbstkritik. Maget warnte aber vor einer "Selbstzerfleischung". "Wir müssen jetzt beieinander bleiben als Sozialdemokratie und gemeinsam Schlussfolgerungen ziehen", sagte er.

dpa

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