Sandra Maischberger mit ihren Gästen bei „maischberger. die woche“
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Bei „maischberger. die woche“ geht es in dieser Sendung um einen bunten Strauß an Themen

Kubicki und Lauterbach im Rededuell

Elke Heidenreich teilt bei Maischberger gegen Lauterbach und Söder aus

Sandra Maischberger forderte Lauterbach und Kubicki zum Corona-Duell heraus und diskutiert mit Maren Kroymann und Elke Heidenreich über aktuelle Frauen-Themen.

  • Bei „maischberger. die woche“ diskutieren im Ersten dieses Wolfgang Kubicki und Karl Lauterbach über Lockdown-Maßnahmen
  • Maren Kroymann ist froh über die Einführung einer Frauen-Quote für Vorstände: „Das ist erst der Anfang“
  • Elke Heidenreich über Markus Söder: „Das ist der Leibhaftige!“

Das waren die Gäste bei „maischberger. die woche“

Im Zweier-Gespräch:

  • Karl Lauterbach (SPD) - Bundestagsabgeordneter und Epidemiologe
  • Wolfgang Kubicki (FDP) - Bundestagsvizepräsident

Im Interview: 

  • Elke Heidenreich - Schriftstellerin

In der aktuellen Kommentatoren-Runde: 

  • Maren Kroymann - Kabarettistin
  • Oliver Köhr - ARD-Hauptstadtkorrespondent
  • Jan Fleischhauer - „Focus“-Kolumnist

Bei „maischberger. die woche“ geht es in dieser Sendung um einen bunten Strauß an Themen: Corona-Maßnahmen, Weihnachten, Quoten-Frauen, AFD-Parteitag… Im schnellen Themenwechsel wird diskutiert. Hitziges Thema zu Beginn der Sendung: Die 30-Prozent-Frauen-Quote für Vorstände. Maren Kroymann freut sich über den aktuellen „Stern“-Titel zum Beschluss („Ich bin eine Quoten-Frau“ - u.a. mit Maria Furtwängler, Ursula von der Leyen, Carolin Kebekus). Kroymann: „Es wird ja immer gesagt, Frauen sind stutenbissig und nicht solidarisch - hier sind quer durch die Parteienlandschaft 40 Frauen zusammengekommen, um diesen Begriff mal neu zu besetzen.“

Kroymann gesteht bei „maischberger. die woche“, sie wäre gerne eine „Quoten-Frau“

Die 71-jährige Kabarettistin gibt zu: Sie selbst wäre gerne Quoten-Frau gewesen! Nachdem ihre Sendung „Nachtschwester Kroymann“ nach fünf Jahren in der ARD abgesetzt worden war, hätte es zehn Jahre keine einzige Frau in Kabarett-Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegeben. Eine Quote hätte dafür gesorgt, dass entweder sie oder eine „andere kluge Frau“ beschäftigt worden wäre. Frauen werden nicht gesehen und werden nicht vermisst - eine Quote ändere dies.

Fleischhauer zeigt sich überrascht von dem „politischen Klimbim“ um die Quote. Er glaube nicht, dass die Gleichberechtigung in Deutschland vorangetrieben werden wird, weil es nun 300 mehr Millionärinnen gibt. Kroymann kontert: „Das ist ja erst der Anfang!“ und bekommt Schützen-Hilfe vom ARD-Korrespondenten Oliver Köhr: „Man kann es doch einmal ausprobieren!“ Und komme zudem politisch um die Quote nicht mehr drum herum. Das sei nicht mehr mehrheitsfähig und stünde inzwischen ja sogar im CSU-Parteiprogramm.

Kommentar bei „maischberger. die woche“: Meuthen sei „doppelmoralisch“

Punkt. Nächstes Thema: Der AFD-Parteitag und die Frage, ob der Appell des AFD-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen zu weniger Krawall ernst zu nehmen sei. Kroymann ist skeptisch. Man gebe sich in der AFD gern mal den Habitus der Bürgerlichkeit, aber in Wahrheit sei die Partei voll von Rechtsradikalen, die in Brandenburg nachts „Schwule klatschen“ gingen und tief dem nationalsozialistischen Gedankengut verhaftet seien. Oliver Köhrl attestiert Meuten eine Doppelmoral, da der sich schließlich auch vom rechten Flügel in seine Positionen hätte wählen lassen.

Kroymann ist für Lockdown über Weihnachten: „Arschbacken zusammenkneifen“

Neues Thema: Weihnachten. Sollen wir feiern (dürfen) oder nicht? Kroymann findet, Weihnachten sei sowieso überbewertet. „Das Fest der häuslichen Gewalt“, der Völlerei und der Familienstreitigkeiten. Besser sei dieses Jahr: „Arschbacken zusammenkneifen“, um früher wieder arbeiten zu können - das sei diesmal für viele Menschen wichtiger als Weihnachten. Da stimmt ihr Fleischhauer zu: „Diese Überhöhung des Weihnachtsfests leuchtet mir nicht ein.“ Lockerungen anzukündigen, halte er schlichtweg für „verrückt“. Und unterstellt Merkel mit ihrem Festhalten am Weihnachtsfest „Pfarrerstochter“-Denke.

Lauterbach und Kubicki bei Maischberger im Rededuell

Die nächste Runde verspricht durch die Duell-Konstellation mit SPD-Koalitionspolitiker Karl Lauterbach vs. FDP-Oppositionspolitiker Wolfgang Kubicki Spannung. Doch der FDP-Mann nimmt der Sache gleich zu Beginn den Wind aus den Segeln und gesteht: Man sei sich doch näher, als die Zuschauer denken würden.

Im Anschluss tauschen die Herren brav ihre altbekannten Argumente aus. Kubicki beklagt zu viel Alarmismus, Lauterbach befindet: „Wir haben Gott sei Dank viel mehr gemacht als die FDP vorgeschlagen hat“. Und am Ende sind sich beide einig: Sie wollen sich impfen lassen, sobald das möglich ist. „Tolles Thema“ findet Maischberger und verweist gleich auf den nächsten Sendetermin, der das Thema in den Fokus rücken will.

Elke Heidenreich zieht bei „Maischberger“ ordentlich gegen Polit-Größen vom Leder

Mit reichlich überraschenden Äußerungen bringt Elke Heidenreich frischen Wind in die Sendung. Im Bezug auf Corona empfiehlt sie, „an der ganzen Scheiße das Positive zu sehen“. Und zählt auf: Küche und Kleiderschrank aufräumen! Mehr mit dem Hund raus gehen. Lesen, schreiben, mit sich selbst beschäftigten - und „den Menschen, die um einen herum und einem nahe sind.“

Auf Bitten Maischbergers kommentiert sie - frei von der Leber weg - Politgrößen. Über Merkel sagt sie: „Sie ist nicht korrupt, sie ist nicht arrogant, sie ist nicht eitel. (…) Wenn man sieht, wie sie gealtert ist in diesem Job, dann sieht man, was sie gearbeitet hat.“ Über Söder: „Das ist der Leibhaftige! Schon wie der guckt …“, und: „Wenn der im Raum ist, ist bestimmt Schwefelgeruch.“ Zu Olaf Scholz: „Eigentlich wie Angela Merkel, aber so langweilig.“ Karl Lauterbach? „Geht mir so auf die Nerven“, und imitiert den Sprachduktus des vorherigen Talk-Gastes: „Ich bin froh, dass ich nicht ihm diskutieren musste.“

Fazit der Sendung „maischberger. die woche“:

Frische Runde mit starkem Frauen-Fokus - in der Gäste- und Themenauswahl - was der Sendung Schwung verlieh. Dass neben Dauerbrenner Corona auch mal andere wichtige Themen wie unter anderem der AFD-Parteitag oder die Quotenfrage debattiert wurden, sorgte für Abwechslung. 

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