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Verteidigungsminister Thomas de Maiziere ( CDU, l.) und Außenminister Guido Westerwelle ( FDP).

Minister erstmals gemeinsam vor Ort

De Maizière und Westerwelle übergeben Camp Kundus

Kundus - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sind im Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Kundus eingetroffen.

Die Bundeswehr hat ihren Stützpunkt im afghanischen Kundus am Sonntag an einheimische Sicherheitskräfte übergeben. Die Zeremonie wurde am Morgen im Feldlager Kundus abgehalten, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin sagte. Künftig werde der Stützpunkt sowohl von der afghanischen Armee als auch der Polizei genutzt. An den Feierlichkeiten nahmen Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) teil.

De Maizière äußerte die Erwartung, "dass die afghanischen Sicherheitskräfte die Sicherheit in und um Kundus bewahren und notfalls wiederherstellen". Er wünsche den Afghanen dabei "Mut, Kraft und auch Geduld". Ihnen stehe eine schwierige Aufgabe bevor.

Kundus sei der Ort, an dem die Bundeswehr "lernen musste zu kämpfen", sagte de Maizière. "Das war eine Zäsur - nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für die deutsche Gesellschaft." Seit Beginn des Einsatzes vor zehn Jahren seien in Kundus mehr als 20.000 deutsche Soldaten stationiert gewesen.

Die Kampfeinheiten der internationalen Schutztruppe ISAF sollen Afghanistan bis Ende 2014 verlassen. Auch danach sind aber noch internationale Ausbildungs- und Unterstützungsmissionen vorgesehen, an denen sich Deutschland beteiligen will.

AFP/dpa

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