Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt kein Zug mehr

Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt kein Zug mehr
+
Die Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat ihr Heimatland besucht (Archivbild). Foto: Markus Schreiber, AP

Nobelpreisträgerin

Malala verlässt Pakistan nach emotionalem Besuch

Vier Tage Pakistan - mit hohen Besuchen und Wiedersehen mit Freunden. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai war - begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen - zum ersten Mal wieder in der Heimat, nachdem Taliban ihr vor fünf Jahren in den Kopf geschossen hatten.

Islamabad (dpa) - Große Gefühle und ein Versprechen: Gut fünf Jahre nach einem Mordversuch der radikalislamischen Taliban hat Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai erstmals wieder ihre Heimat Pakistan besucht.

Nach höchst emotionalen Begegnungen verließ sie das Land am Montag wieder Richtung Großbritannien. Ihr Flug via Doha sei am Morgen gestartet, sagte ihr Cousin Mahmud ul Hassan. Sie habe versprochen, innerhalb eines Jahres wiederzukommen. "Wir waren so aufgeregt, sie wiederzusehen", sagte ihr Cousin. "Es war ein kurzer, aber bewegender Besuch."

Die Kinderrechtsaktivistin war am Donnerstagmorgen überraschend am Flughafen in Islamabad angekommen und unter Polizeischutz in ein Hotel gebracht worden. Wo sie wohnte, blieb geheim, wie auch der Rest ihrer Termine. Die pakistanischen Taliban bedrohen Malala immer noch, weswegen sie weiter in England lebt. Noch am Donnerstagmorgen wurde sie von Premier Shahid Khaqan Abbasi empfangen. Vor vielen hohen Gästen hielt sie später eine emotionale Rede und sagte, sie habe fünf Jahre lang davon geträumt, heimzukehren.

"Ich kann nicht glauben, dass es wirklich passiert", sagte sie. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie dieses Land nie verlassen. Nun sei sie wiedergekommen, um ihr Volk zu sehen. Sie werde sich weiter für die Bildung von jungen Menschen in Pakistan einsetzen, versprach sie. Malala hat dafür eine eigene Stiftung, den "Malala Fund".

Am Wochenende traf sie Familie und Freunde. Der BBC sagte sie in einem Interview, dass ein Moment schöner sei als der andere. Freunde und Familie einfach umarmen zu können, sei wunderbar. "Ich bin so glücklich." Nach ihrem Studium wolle sie in Pakistan leben.

Höhepunkt der Reise war am Samstag ein spontaner Besuch im Swat-Tal, wo Malala aufgewachsen ist und wo bis 2009 die Taliban herrschten, die dort bis heute Einfluss haben. Hier hatte ihr ein Talibankämpfer im Oktober 2012 in den Kopf geschossen, weil sie sich öffentlich für Schulbildung für Mädchen und gegen das grausame Regime der Islamisten ausgesprochen hatte. Schon mit elf Jahren hatte sie für die BBC in einem Online-Tagebuch vom Leben unter dem Scharia-Gesetz erzählt und von den Schwierigkeiten für sie, zur Schule zu gehen.

Weil sie sich nach dem Attentat weiter für die Rechte von Mädchen und Frauen, vor allem im Bildungsbereich, einsetzte, wurde Malala 2014 der Friedensnobelpreis zuerkannt. Im April 2017 wurde sie die jüngste UN-Friedensbotschafterin aller Zeiten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dramatischer Trailer: Elite-Uni feiert Angela Merkel wie einen Superstar
Angela Merkel hat sich als CDU-Vorsitzende verabschiedet, aber ein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihr sicher. Die Elite-Uni Harvard widmet der Kanzlerin jetzt einen …
Dramatischer Trailer: Elite-Uni feiert Angela Merkel wie einen Superstar
Bush-Trauerfeier: Donald und Melania Trump empörten mit ihrem Verhalten beim Gebet
Mit einem Staatsakt haben die USA Abschied von ihrem verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush genommen. An der Trauerfeier nahmen Staatenlenker aus aller …
Bush-Trauerfeier: Donald und Melania Trump empörten mit ihrem Verhalten beim Gebet
„Despektierlich“: Kramp-Karrenbauer bei Anne Will in Rage - Schulz verlässt überraschend Sendung
Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer war am Sonntag bei Anne Will zu Gast. Neben dem Parteitag in Hamburg war auch AKK‘s mögliche Kanzlerschaft ein Thema. Doch …
„Despektierlich“: Kramp-Karrenbauer bei Anne Will in Rage - Schulz verlässt überraschend Sendung
Schäuble warnt Merz-Lager vor Rache an Kramp-Karrenbauer
Kramp-Karrenbauer ist neue CDU-Vorsitzende und Merkel-Nachfolgerin. Für den Sieg arbeitete sie hart - offenbar gab es kurz vor der Wahl noch ein geheimes Treffen. Der …
Schäuble warnt Merz-Lager vor Rache an Kramp-Karrenbauer

Kommentare