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Einheimische heißen französische Soldaten willkommen.

Malisch-französische Truppen feiern Erfolge

Bamako - Die Islamisten sind auf dem Rückzug vor der malisch-französischen Offensive. Am Samstag erobern französische und malische Soldaten die strategisch wichtige Stadt Gao am Niger zurück. Die Regierungsarmee soll jetzt unterstützt werden.

Die Offensive der malischen und französischen Truppen gegen die islamischen Extremisten im Norden von Mali kommt immer besser ins Rollen. Nur knapp zwei Wochen nach Beginn der gemeinsamen Aktion gegen die Islamisten marschierten die malisch-französischen Einheiten in die wichtige Stadt Gao im Norden des Wüstenstaats ein. Das Verteidigungsministerium in Paris teilte mit, die Soldaten hätten die strategisch wichtige Wabary-Brücke über den Niger und den Flughafen unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt war im April 2012 zunächst in die Hände von Tuareg-Kämpfern gefallen und wurde seit Juni von islamistischen Rebellen beherrscht. Nächstes Ziel der Offensive könnte die legendäre Wüstenstadt Timbuktu sein.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas beschloss unterdessen, ihr Truppenkontingent zur Unterstützung der malischen Armee deutlich aufzustocken. Statt der ursprünglich vereinbarten 3300 Mann starken Eingreiftruppe sollen nunmehr bis zu 7700 Soldaten die malische Regierungsarmee unterstützen, beschlossen die führenden Militärs der Ecowas bei einem Treffen in Abidjan in der Elfenbeinküste am Samstagabend. „Wir haben auch schon festgelegt, wie diese Einheiten vor Ort eingesetzt werden“, sagte der ivorische Stabschef Soumaila Bakayo der afrikanischen Agentur APA.

Bisher sind erst knapp 1750 Soldaten der westafrikanischen Nachbarn in Mali eingetroffen, um sich an der Afisma (African-led International Support Mission in Mali) zu beteiligen. Die meisten Soldaten haben mit je 550 die Länder Tschad und Niger bereitgestellt. Deutlich weniger kommen aus Togo (200), Nigeria (150), Burkina-Faso (150), Benin (85) und dem Senegal (50). Am kommenden Dienstag soll in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba eine Geberkonferenz stattfinden, um den Einsatz der Afisma zu finanzieren.

Unterdessen einigte sich der Ministerrat in der Hauptstadt Bamako auf einen Plan zur Wiederherstellung von Malis territorialer Integrität und zur Organisation freier und fairer Wahlen. Das teilte das Präsidialamt mit. Nun muss das Parlament dem Dokument zustimmen.

Die Europäische Union wird Mitte Februar mit der Entsendung von Militärausbildern nach Mali beginnen. Das sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel. Diplomaten nannten den 12. Februar als Starttermin. Die EU hatte Mitte Januar beschlossen, 200 bis 250 Militärausbilder nach Bamako zu schicken, um Malis Armee im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Doch will sich die EU nicht mit Kampftruppen am französisch-afrikanischen Militäreinsatz beteiligen.

Bis 2012 hatten bereits die USA malische Truppen für den Kampf gegen Islamisten ausgebildet. Viele dieser Soldaten, vor allem Tuareg, liefen jedoch anschließend zu den Separatisten im Norden über.

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