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CSU-Europapolitiker und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber

Abwärtstrend soll gestoppt werden 

Manfred Weber sieht die CSU an einem „Wendepunkt"

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Der EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hat kurz vor seinem Auftritt bei der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz die schwierige Lage seiner Partei betont.

München - „Die CSU steht – wie 2008 – an einem Wendepunkt", sagte Weber dem Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe).  „Damals hat Horst Seehofer eine historische Leistung vollbracht. Markus Söder und ich sind uns der Größe unserer Aufgabe bewusst." Söder soll am Samstag zum Vorsitzenden der CSU gewählt werden. Manfred Weber galt ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat, verzichtet jedoch wegen des Europawahlkampfs auf eine Kandidatur.

Weber will Präsident der EU-Kommission werden

„Wenn ein Bayer die Gelegenheit bekommt, Europa zu führen, muss man danach greifen. Auch im Sinne des Landes." Ziel des Niederbayerns ist es, nach der Wahl Ende Mai zum Präsidenten der EU-Kommission aufzusteigen. In Bayern will der 46-Jährige bei der Wahl den Abwärtstrend seiner Partei stoppen, die drei Mal in Folge herbe Verluste hinnehmen musste. 

Lesen Sie auch: Seehofer weist Forderungen nach „Neustart in Berlin zurück“

Maßstab sei deshalb nicht das Ergebnis der letzten Europawahl (40,5 Prozent), sondern das der jüngsten Landtagswahl (37,2 Prozent).  „2019 befinden wir uns in einer komplett anderen politische Situation als 2014. Wir haben bei drei Wahlen in Folge verloren, deshalb ist die Basis die Landtagswahl."

Weber ist am Donnerstag Gast der Landtagsfraktion während ihrer Klausur in Kloster Banz und am Samstag einer der Hauptredner beim CSU-Parteitag in München.

Lesen Sie das ganze Interview mit EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber bei Merkur.de*: „Jetzt wird nicht mehr nachverhandelt“ 

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