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Zelaya: Vorwürfe gegen Weltgemeinschaft

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Manuel Zelaya
Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya. © dpa

Mexiko-Stadt - Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya hat der internationalen Staatengemeinschaft vorgeworfen, nicht genug getan zu haben, um ihm die Rückkehr an die Macht in Honduras zu ermöglichen.

Die “Putschisten“ seien dabei, die internationale Gemeinschaft zu überwältigen, die es nicht geschafft habe, die Demokratie in Honduras wiederherzustellen.

“Was geschieht mit Lateinamerika?“ fragte er am Dienstag, dem zweiten Tag seines Besuches in Mexiko. “Mich haben sie gestürzt. Und jetzt sind die Putschisten dabei, die Präsidenten Lateinamerikas zu besiegen, die es nicht geschafft haben, den Staatsstreich (in Honduras) rückgängig zu machen. Er kritisierte vor allem die USA, denen er “doppelte Moral“ vorwarf. Washington habe nicht genug getan, um die De-facto-Regierung in Honduras zum Einlenken zu bewegen.

Zelaya war Ende Juni gestürzt und außer Landes gebracht worden. Die neue Regierung unter Interims-Präsident Roberto Micheletti hat bisher seine Rückkehr verhindert und droht ihm mit Festnahme, sollte er honduranischen Boden betreten. Sie wirft ihm unter anderem vor, die Verfassung gebrochen zu haben.

Die internationale Staatengemeinschaft setzt auf die von Washington initiierte Vermittlung durch den costa-ricanischen Präsidenten Óscar Arias. Sein Vorschlag zu einer Beilegung der Staatskrise, der unter anderem die Bildung einer Regierung der nationalen Versöhnung vorsieht, ist bisher auf Ablehnung beider Konfliktparteien gestoßen.

dpa

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