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Manuela Schwesig.

Sommerpause nutzen

Manuela Schwesig: Einigung im Kita-Streit ohne Streiks

Berlin - Ohne Streiks soll die Auseinandersetzung über die Bezahlung von Erziehern beigelegt werden. Dazu hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) im Kita-Tarifstreit aufgerufen.

"Die Tarifparteien sollten den Sommer nutzen, um den Konflikt zu lösen, damit keine weiteren Streiks drohen", sagte Schwesig der "Bild"-Zeitung. Die Ministerin äußerte zugleich Verständnis für die Interessen der Kita-Beschäftigten: "Eine gute Bezahlung von Erzieherinnen und Erzieher ist eine berechtigte Forderung. Kinder und Eltern brauchen eine gute Kindertagesbetreuung."

Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag in Offenbach fortgesetzt werden. Bereits am Wochenende hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi neue Streiks angedroht, nachdem ihre Mitglieder den Ende Juni nach wochenlangen Kita-Streiks vorgelegten Schlichterspruch im Tarifstreit für den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst mit klarer Mehrheit abgelehnt hatten. Auch die ebenfalls beteiligte Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) drang auf Nachbesserungen und drohte mit erneuten Streiks. Laut Verdi-Chef Frank Bsirske soll es aber vor dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg Mitte September keine Arbeitsniederlegungen geben.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) machte deutlich, dass sie keinen Spielraum für ein verbessertes Angebot sieht. Die möglichen neuen Streiks kritisierten die Arbeitgeber scharf.

Die Gewerkschaften hatten für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale gefordert, was ihren Angaben nach letztlich zu im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt führen sollte. Die Empfehlungen des Schlichterspruchs lagen deutlich darunter.

AFP

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